ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
03.12.2016 FC 1910 Lößnitz - Reichenbacher FC 1:1, Sachsenliga
Stadion an der Talstraße Platz 2, 110 Zuschauer (etwa 12 Gäste)
Das Wochenende war mal wieder etwas mehr Zeit vorhanden. Na wie schön, dass dann doch noch nicht alle Plätze von Frost und Kälte überfallen wurden...Ja nun, außer der den ich besuchen wollte. Das Stadion der Sportfreunde aus Siegen! Hmm, Alternativen? So gut wie gar nicht vorhanden und als der Frust dann erst richtig einsetzte, entschied ich mich doch noch dazu zumindest eine kleine Ausfahrt in die Region zu machen. Da kam mir der Gedanke der Sachsenliga ganz recht, denn immerhin fehlt mir hier noch der eine oder andere Ground. Zudem ist mit dem Kick in Lößnitz, welcher in die Wahl kam, ein Besuch im Erzgebirge möglich.
Es ist ja nun nicht unschön dort und die Kultur in Sachen Burgenlandschaft bietet nun auch noch den einen oder anderen Schatz. So bastelte ich mir halt noch schnell was zusammen und bevor der Kick besucht werden sollte, bereitete ich mir einen kleinen Besuch ganz in der Nähe von Zwickau. Der Besuch auf der Burg Stein im schönen Hartenstein. Der Zug hält quasi genau vor der Burg und somit gings also über das nette Pflaster(NICHT) Leipzig Connewitz und Zwickau in das beschauliche Örtchen im Erzgebirge. Ohne Probleme kam ich auch durch und der Frost setzte um so mehr ein als ich das Gebirge erreichte. Na wenigstens hielt die Jacke und einen Schal hatte ich ja auch im Gepäck. Somit konnte Mutti also stolz sein und die echt schöne Burganlage aus dem frühen Mittelalter wurde begutachtet. Leider war jedoch das Museum geschlossen und die Burg scheint auch noch bewohnt zu sein. Na wie neidisch ich da wohl bin brauche ich keinem erzählen. Somit war natürlich auch der Weg in den Innenhof versperrt und es blieb der Blick von Außen. Nach einem kleinen Abstecher in den nahegelegen Wald war dann aber auch schon die Lust vergangen weiter durch die Lande zu steuern und ich dachte mir, nimmst einen Zug ehr, der dich nach Aue bringt. Dieser rollte dann auch ein und von der Schachtergemeinde gings dann halt nicht mit dem Zug weiter, sondern mit dem Bus, der mich nach Lößnitz bringen sollte. Der gute Mann in seinem Diesel rollte also an und mit dem Worten "es ist Samstag, setze dich hinne meiner" reagierte er förmlich auf mein nicht vorhandenes Busticket. Na dann recht herzlichen Dank und Glück Auf! Einen kleinen Blick durfte ich dann auch noch auf die Baustelle des Erzgebirgsstadion werfen, ehe ich dann in einer Plattenbausiedlung aussteigen konnte und gut eine Dreiviertelstunde vor dem Spiel erreichte ich den Ground. Es lag Schnee, alles war gefroren und als hätte ich meine Befürchtungen nicht schon ernst genug genommen, nach passieren der Eingangstore prangerte ein schickes Schild auf der Wiese, dass das bespielen des Platzes unmöglich ist. Die Netze waren oben und Eckfahnen steckten auch keine. Ich kotzte bereits im Strahl als man mir sagte, dass zumindest gespielt wird. Auf der Plastewiese nebenan. Blieb mir also nur die Entscheidung sich diesen Müll anzuschauen oder doch irgendwie noch versuchen pünktlich 14Uhr nach Zwickau zu kommen, wo man immerhin den Neubau der BSG Sachsenring mitnehmen konnte. Doch gegen Paderborn? Näää, ich blieb in Lößnitz, zahlte dann der histerischen Oma an der Kasse endlich die 4Euro und bekam nicht nur eine schicke Karte sondern lauwarmes Bier in der Sportlerkneipe. Als säße der Ärger nicht schon tief genug! Egal, auch der Nebenplatz, den die Kreisligamannschaft der Zweiten benutzt muss gemacht werden und neben einem Hügel mit Bänken ist hier nix zu erwähnen. Na immerhin gab es ein paar Zuschauer und sogar sowas wie Fangesang am Rand. Gäste waren auch da und bevor
man sich noch in weiteres Gequassel verstrickt, komme ich an dieser Stelle zum Sportlichen. Dieses bestand dann ehr aus Hingefalle, wobei die Heimelf noch etwas besser ausgesehen hat. Die Truppe um Ex Bundesligaspieler Marcel Trehkopf war es dann auch, die in Führung ging und eigentlich auch klar am Drücker war. Nur hat man dann irgendwann auch mal den Gast eingeladen, der zum Ausgleich einnetzte. Dies bedeutete auch den Halbzeitstand und von der zweiten Hälfte her braucht man irgendwie gar nix schreiben. Hätte man mehr geschossen und weniger gegrätscht, dann hätte nicht nur das Spiel besser ausgesehen, sondern man hätte sich einiges an gelben Karten ersparen können. Aber sei es drum, der Schiri und auch ich hatten irgendwann genug und nach dem hier Schluss war und nicht mal jemand ne Bratwurst für mich auf den Grill warf, suchte ich das Weite und ab gings Richtung Bahnhof. Nun heißt es also, Notiz machen für die wärmere Jahreszeit und nochmal her. Dann aber sicherlich nicht allein ;-) und mit einem besseren Platz. Der Zug rollte dann auch irgendwann ein und über Chemnitz gings dann nach Leipzig. Hier kotzte meinereiner dann erneut im Strahl, denn am Abend hatte das Produkt ja noch ein Bundesligaspiel zu bestreiten und so viel Abschaum neben dem Schalker Gesocks, mit einem Brauseschal, auf einem Haufen, ist echt zu viel für meine Nerven. Somit hieß es also nix wie in die überfüllte S-Bahn Richtung Halle und einen Haken hinter diesen Tag machen. Insgesamt aber war es doch ein gemütlicher Tag, zwar mit nem Scheißground, aber nem kurzweiligen Fußballspiel sowie schöne Kultur. Fast alles hat also heute zusammengepasst und so bereute ich es doch nicht ganz so sehr, heute nicht im KWS gewesen zu sein!
