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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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und im hohen Norden ist es...sportlich

 

20.10.2017 Hannover 96 U23 - TSV Havelse 2:2, Regionalliga Nord

 

96-das Stadion, 700 Zuschauer (um die 200 Gäste)

 

Mal wieder siegte die Spontanität! Ehr durch Zufall gabs ein Gespräch mit Freunden aus der Niedersächsischen Hauptstadt und wiederum zufällig hatte man nach zwei Jahren mal wieder

Zeit sich zu treffen. Und wiiiieder zufällig, oder auch nicht, gabs im nördlichen Raum der Republik auch etwas Fußball. Da sagt man sich, ok, ich komme Freitag, penne bei euch, wir gehen ins Stadion und trinken ein Bier. Danach machen wir die Stadt unsicher und ich schau mal was an den anderen beiden Wochenendtagen so geht. Tatarata! Ein Plan von fünf Spielen stand, es geht nach Hamburg, wo ja auch noch so Einiges an Kreuzen zu machen ist (Wann kommt man als Ossi auch dort hin?) und außerdem heißt mein Motto, keine Reise ohne Fußball! Also Freitag nach der Knechtschaft in einer Minute umgezogen, nach Hause Tasche gepackt und noch schnell ein Sparticket für den IC geordert, ausgedruckt und ab gings nach Hannover! Die Fahrt hatte keine sonderlichen Höhepunkte. Nun ja, außer vielleicht einen Begleiter des Gastroteams der freudenstrahlend die Leute mit Kaffee versorgte und einem ausnahmsweise das Gefühl gab geborgen zu sein was die Bahn betrifft. Prima! Ansonsten kehrte ich ausnahmsweise

pünktlich in Hannover ein, wurde bereits mit offenen Armen empfangen und da das Auto stehen gelassen wurde gings also erstmal Tasche wegschaffen und per Taxi zur Eilenriede. Der polnische Taxifahrer hatte dabei noch nen Tipp für ne Kneipe und war auch so recht amüsiert über uns verrückten Haufen, als er erfuhr was es mit diesem Hopping so auf sich hat :-D Nichtsdestoweniger, wir waren nun an der eilenriede, wo das alte Schmuckstück an Stadion zum größten Teil abgerissen wurde und quer auf den alten Platz ein neuer Ground mit der alten Tribüne hinter dem Tor und zwei weiteren Tribünen auf den Geraden entstand. Vier Masten baute man auch noch auf und somit ist mir wieder klargeworden, ein Glück warst damals schon im Alten! Kalt, herzlos und einfach nur 0815. Aber eben auch das muss gemacht werden, fürn Fünfer gabs ne Studentenkarte *hust* und gerade als man wieder an nix Böses denkt, kommt der gute Westdeutsche mit seinem Tick. Kamera bitte abgeben (!) Warum? Weil es verboten ist! Warum? Abgeben oder wieder gehen! Siiiiinlos! Nun gut, hast ja noch ein Handy und kannst damit Fotos machen, freie Platzwahl gabs auch und trotzdem suchte der

gemeine Deutsche wieder seine Platznummer. Nicht nur dabei kannst dir an den Kopf klatschen! Nein, auch mit der Verpflegung kannst du nicht zufrieden sein. Die Knacker war zu fest und das Bier zu wässrig. Dafür 8Euro zu löhnen ist pervers, auch wenn es auf die komische Schnabeltasse Pfand gab. Aber was solls, der Grund meines Besuchs ist ja auch noch der, dass ich mal wieder die Verrückten Randhannoveraner zu Gesicht bekomme und wir uns über dermaßen viele Dinge lustig machen können. Also Platz nehmen und schauen was das Sportliche Geknödel auf dem Platz so zu bieten hat. Zunächst mal nicht viel, ja bis der Gästekeeper einen Aussetzer hatte und die Arme nicht hochkriegt. Zack 1:0 aus spitzem Winkel. Auch so hat Hannover zielstrebiger und schneller agiert, Havelse blieb allerdings immer gefährlich bei Kontern. Kurz vor der Halbzeit fiel dann das 2:0 und schon da dachten sich die Zuschauer hinter mir, machst dich einfach mal fäkalartig über die Trainerbank der Gäste lustig und bepöbelst jeden Havelser im Stadion. Dabei dachte ich eigentlich, dass wir heute die peinlichen Leute darstellen werden! :-D Falsch gedacht, peinlicher waren die Hannoverspieler, die es dann tatsächlich hinbekommen haben in den letzten fünf Minuten zwei Gegentore zu fangen und somit ging der Kick remis aus. Das brachte die Havelser Fans auf die Stühle und die komischen Flitzpiepen hinter mir gingen zu Mutti heulen. Insgesamt wars dann ein ehr sinnloser Kick, aber ein weiterer Ground wurde eingetütet. Freilich kann man mit seinen Freunden einen normalen Abend verbringen, aber wer will schon normal sein! So gings also noch polnisches Pivo schlürfen und ein schickes Abendbuffet verputzen, ehe es dann ins Neste ging und am nächsten Morgen bei Zeiten Richtung Bahnhof. Immerhin gings nun für mich alleine weiter Richtung Hamburg, wo neben einem straffen sportlichen Zeitplan natürlich auch noch andere Dinge auf dem Plan standen...

 

21.10.2017

 

12.00Uhr: HFC Falke - FC St. Pauli III 1:6, Bezirksliga Hamburg Staffel Nord

 

Rudi-Barth Stadion, 551 Zuschauer (etwa 50 Kiezgänger)

 

....also per Niedersachsenticket erstmal oblikatorisch Richtung Uelzen. Hier die Tasche mit Verpflegung vollgepackt und auf gings ins absolut überfüllte Hamburg, wo man sich bereits

nach dem Aussteigen irgendwie nicht mehr wie in Deutschland vorkam. Es ist irgendwie schon erschreckend. Aber lassen wir das, es geht schließlich um andere Dinge. So z.B. erstmal die Tasche im Schließfach zu verstauen und dann Richtung Landungsbrücken zu machen. Natürlich muss man auch hier her wenn man einmal da ist, das miese Wetter vertrieb so langsam auch die Terrortouris mit Selfistab und Drängelmodus und ehe ich mich versah, steht da plötzlich ne Freundin mit Mama und sagt hallo :-D Genau, wenn man an nichts denkt, trifft man sich in Hamburg. So ließ ich dann also die Bootstour sein und ließ mich lieber zum Kaffee einladen (Danke dafür). Die Zeit rannte aber trotzdem etwas und nach dem ich mich bis zum darauffolgenden Tag verabschiedet habe, hieß der Weg S-Bahn Landungsbrücken und auf gings Richtung Diebsteich, ins etwas vergammelte Viertel, wo der HFC Falke seine Heimspiele austrägt. Angekommen am Bahnsteig, hatten sich bereits ein paar Fans der blauen Falken versammelt und ich musste ihnen einfach nur folgen bis zum Ground. So stand ich dann also vor der rudi-Barth Anlage, wo auf zwei Nebenplätzen gerade zwei Spiele begannen, diese aber nichts mit dem Heimteam zutun hatten. Auch so ist der HFC Falke wohl nur Untermieter, Hauptverein ist der SC nion, was quasi an jeder Ecke zu lesen war. Mit Stufen aufdrei Seiten versehen, die gammliger nicht sein können, erinnert das Teil hier irgendwie an den Bölli in Halle und ist schon ne echte Perle. Auch so ist der Verein hier wohl etwas Besonderes. Schließlich gabs für nur 3Euro ne hübsche Karte und man wurde am Eingang per

Handschlag von den Fans sowie den Ordnern begrüßt. Ist echt irgendwie mal was anderes, einen Grillstand mit hausgemachter Frikadelle gabs auch und das Holsten war frisch aus dem Hahn. Ein Fanshop hat existiert und da der Heimanhang sich wohl ehr dem HSV zugehörig fühlt, ist der Gast natürlich ein rotes Tuch in den Augen der Heimanhänger, die gerade frrisch und munter dabei waren einige ihrer Zaunfahnen aufzuhängen. Richtig cool, dass es auch hier in den unteren Regionen einen solchen Club gibt, nervig war allerdings der Stadionsprecher, welcher aller fünf Minuten darauf hinwies, dass man doch bitte gewaltfrei bleiben soll. Ein Tennispublikum ist das dann hier hoffentlich nicht, nach dem die ersten "Scheiß St. Pauli" Rufe ertönten, war ich aber etwas lockerer. Auch so heizte sich die Stimmung auf, denn nach dem das Spiel begann, gab es prompt den Führungstreffer für die Gäste. Doch dabei blieb es eben nicht, denn der Torschütze hielt es ja für nötig in den Falkeblock zu rennen und dort vor den Fans zu jubeln bzw richtig extrem zu provozieren. Ich denke bei uns wäre da mal ganz schnell ne Doppelhalterstange auf seinem Schädel zerbrochen, die Jungs dort heulten aber lieber beim Schiri, der dann auch gelb zeigte. Hmm, ok,...der Eindruck eines Muschiverhaltens wurde dann endgültig bestätigt als man per Spruchband auf die Gewalt der Gäste hinwies und dazu Glimmstäbchen statt Bengalen zündete. Ich glaube einer hatte sogar ne Taschenlampe angemacht und somit wusste ich nicht was ich zu erst machen soll, heulen oder feiern. Auf dem Bahnhof wirkte es alles etwas anders, aber so kann man sich täuschen. Stimmung gabs dann eigentlich auch groß keine, denn die Gäste zerlegten das Heimteam mit einer herausragenden Leistung und auch in dieser Höhe verdient. Hinzu kommt noch, dass der HFC einen Elfer verschoss und somit die Gäste im Spiel ließ. Ich denke es ist mal was anderes gewesen, trotz der weichen Masche im Block ist es schön zu sehen, dass es in der Unterklasse noch Fannahe Clubs gibt, die Anlage ist echt ne Perle und alles ist besser als solch ein Spiel vor 30 Zuschauern zu verfolgen. Daher denke ich kaum, dass hier auch nur einer zum SC Union hoppen fährt und sich dann doch lieber für den Verein mit den schönsten drei Buchstaben überhaupt entscheidet. Für mich jedoch wurde es Zeit das Weite zu suchen und schnellen Schrittes Richtung Bahnsteig zu machen. Immerhin folgt ja noch ein zweiter Kick am heutigen Tage, welcher mir dann auch wieder bestätigt hat wie tief die BRD bereits gesunken ist...

 

15.00Uhr: SV Curslack-Neuengamme - FC Türkiye Wilhelmsburg 5:1, Oberliga Hamburg

 

Stadion Gramkowweg, 112 Zuschauer (etwa 40 Gäste)

 

...so gings jetzt also erstmal nach Bergedorf, wo sich auch mein Hotel befindet, allerdings war noch keine Zeit zum einchecken, sondern ehr Zeit in einen Linienbus zu steigen, der mich ins

beschauliche Dörfchen Curslack-Neuengamme bringen sollte. Hier wird sechste Liga gekickt, man hörte von einem Neubau des Grounds und einem Kunstrasenbelag. Kann also bei dem Wetter trotzdem nichts schief gehen und im Bus befindlich fielen einem dann auch sofort drei Herren auf, welche offensichtlich vom Fupateam waren und den Graupel hier übertragen wollten. Na herrlich. Angekommen an der Schule zu Curslack, war es dann auch nur ein Katzensprung auf die andere Straßenseite und dort befand sich auch ein Kassenhäuschen, wo man für 6 Euro ne schicke Karte und ein großes Programm bekam. Der Ground konnte also gut zehn Minuten vor dem Kick betreten werden und besteht eigentlich nur aus der neu erichteten Tribüne mit Dach, einem Sprecherhäuschen und alten vergammelten Holzbänken auf die sich wohl niemand mehr setzen mag :-D So konnte ich mit Fotos also noch etwas geizen und als ich gerade eine kleine Runde absolvierte kam der Stadionsprecher aus seinem Häuschen und entlarvte mich sofort. Meinte, dass gerade erst ne Gruppe Österreicher da gewesen wären und wünschte mir viel Spaß beim hoppen :-D Tja, man kann sich nich mehr verstecken, das Hobby ist zu schick geworden! Aber ok, er drohte nicht mit Gewalt und außerdem dürfte man in Hamburg ja dran gewöhnt sein was Fremde betrifft. So kann man perfekt ja z.B. mal den Gast nennen, welcher sicherlich auch aus anderen Feldspielern besteht als Türken, aber muss man solch einen Verein haben? Hmm naja...Egal, mit Erdoganfahne ist keiner aufgelaufen und als der Regen mal wieder einsetzte begab ich mich noch rasch unter das Dach der Grillbude. Hier gabs ne 0,2er Pfütze Holsten und ne richtig geile Currywurst mit Röstzwiebeln und Brot. Lecker lecker und nach dem der Ranzen gefüllt war gings auf die Tribüne und wo da jetzt die Gäste saßen weiß ich nicht genau, man konnte es nur bei den Toren erahnen. Denn auch das heimische Team wartete mit Spielern auf, die eigentlich ehr dem Gästeteam zuzuordnen wären, nichtsdestoweniger beaaste man sich auf dem Feld nicht gerade zimperlich. Die Gäste machten dabei den meisten Druck, die Tore erzielten allerdings die anderen. Erst zum Anschluss kurz vor der Pause hatte man so ein wenig das Gefühl man könne noch was reißen,

doch das Heimteam stellte die Taktik clever genug um, um in der zweiten Hälfte das Türkenteam zu zerlegen. Vielleicht ein paar Törchen zu hoch, aber danach fragt niemand! Für mich jedenfalls wars dann wirklich an der Zeit mal das Weite zu suchen, denn gegen Spielende fuhren die Busse nur noch unregelmäßig und ich hatte ja noch vor in Bergedorf einzuchecken. Mir blieb in dieser Region leider der Besuch des Stadions verwehrt, daher muss ich wohl nochmal herkommen. So gings also erstmal per Buss an den Rand der Stadt, wo ich einen kleinen Fußmarsch Richrung Unterkunft vor mir hatte. Dabei fielen einem die recht hübschen Häuser und die Ruhe auf...ja bis ich dann quasi vorm Hotel stand, welches aus Containerbauten bestand. Und nicht nur das, auf der anderen Straßenseite ist eine ganze Straße mit dieser Art Bauten gepflastert gewesen, welche stark an Flüchtlingsunterkünfte erinnerten. Muss man sowas hier haben? In dieser Region? Hmm, scheint jedem selbst überlassen zu sein, ich jedenfalls habe per Vorkasse geblecht und konnte daher nicht mehr stornieren. Die Oma, die mich nach meiner Ankunft im Objekt rumführte war auch wie die Mutti für alle und ein richtig netter Mensch. Dazu hatte ich ne Küche und ne Glotze im Zimmer, besser gehts dann eigentlich doch nicht. Also eingecheckt, kurz geduscht und ab gings nochmal nach Hamburg rein, denn wenn in der Stadt nachts nichts los ist, müsste ich mich schon sehr täuschen und außerdem befindet sich meine Tasche ja noch im Schließfach. So hatte ich noch einsamen Spaß auf dem Markt und natürlich am Hafen. Die Reeperbahn wollte ich mir lieber erst am nächsten Tag gönnen, denn lieber am helligten Tage möchte man diesem Abschaum begegnen, der sich dort in den Ecken rumtreibt! Auch so hatte ich dann noch meinen kleinen Kulturausflug und gegen Mitternacht war dann auch Matratzenhorchdienst angesagt. Denn der nächste Tag beinhaltete selbstverständlich ja noch weiteren sportlichen Spaß und ein wenig Kultur...

 

22.10.2017

 

11.00Uhr: TSV Stellingen von 1888 - SV Lurup Hamburg II 5:1, Kreisliga Hamburg

 

Sportanlage Vogt-Kölln-Straße, 23 Zuschauer (5 Gäste)

 

....so hieß es nach vier Stunden also wieder raus und der Fischmarkt war das Ziel. Man hörte viel und wollte es mit eigenen Augen sehen, daher gings also auf direktem Weg zum Hbf um

mein Gepäck zu verstauen und dann Richtung Fischmarkt. 7Uhr wars bereits und ich dachte mir, nun gut, viel wird nicht mehr da sein, denkste! Massen an Menschen, wo man hin sah! Ob nun Touris oder Einheimische, dieser Markt ist wohl noch immer ein riesiger Anzugspunkt. Leider habe ich mir unter dem Begriff Fischmarkt wohl etwas anderes vorgestellt. Und dazu zählen für mich keine Klamotten und Sovenirstände und erst Recht keine arabischen Taschen und Plastikschmuckstände. Ein paar Händler und richtig geniale Marktschreier waren dann aber auch noch da und wenn das Vieh in deinem Fischbrötchen noch vor ner Stunde lebte, dann ist das wohl die Definition von frisch! Geschmeckt hats eben ganz anders, so wie man das doch noch von Tradition in einer Deutschen Hafenstadt erwartet. Sehr gut! Nach dem dann das Frühstück verdaut war sollte es dann doch noch mal in Richtung Reeperbahn gehen. Um wenigstens mal einen Blick drauf zu werfen wie verkommen dieses Viertel tatsächhlich ist. Und ich muss sagen, zumindest am Rande kam mir im Sekundentakt der Würgereiz. Es ist schon extrem wie viele Obdachlose es gibt und, dass ein ganzer Häuserblock, voll mit Jugendlichen Afrikanern kein Deutsch spricht und dir sogar noch versucht wird der Rucksack zu klauen. Ich meine, die drei Hampelmänner könnte man ja noch umknallen, doch wo ist ihr Nest und vor Allem ihr Waffenarsenal. Also schnellstens die Straße gewechselt und gehofft, dass nicht plötzlich ein Ameisensturm über dich herfegt. Gab dann wohl doch zu viele Zeugen und somit habe ich es unbeschadet in den Zug geschafft, der mich wenig später nach Stellingen bringen sollte. Denn hiergibts einen der ältesten Vereine der Stadt, wenn nicht sogar den Ältesten. Der besitzt(oder besser besaß) ein Stadion direkt in Bahnhofsnähe und 11Uhr ist Anstoß gegen die Zweite von Lurup. Na herrlich, zehnte Liga Letzter gegen Vorletzter und das LEIDER nicht im Stadion, denn dieses hat keine Tribüne mehr und der Rasen steht einen Meter hoch. Nein, stattdessen hat man etwas außerhalb zwei Kunstrasenplätze ohne Ausbau und nagelneue Funktionsgebäude aus dem Boden gestampft. Willkommen beim TSV Stellingen 88! Muss man dafür aufstehen an seinem freien Tag? Hmm eigentlich nicht, aber hinsichtlich des letzten Kicks des Tages war diese Anlage hier am nahsten dran und es muss doch ohnehin alles gemacht werden. Außerdem hatte ich nach meiner Ankunft sogar drei Zaunfahnen entdeckt und auch ein paar Gäste mit Schal waren am Rande am schreien. Na immerhin, Lurup hat ne Fanszene :-D Der Ground ist wie gesagt dann auch keine Beschreibung wert, das Sportliche eigentlich auch nicht. Ob man jetzt nen Elfer verschenkte oder allein vorm Torwart ins Seitenaus schoss, man konnte kaum glauben, dass hier sechs Tore gefallen sind und vor Allem, dass ich mir den Hafer hier tatsächlich gebe statt vielleicht doch noch eine Hafenrundfahrt mitzunehmen. Tja der Fußball macht süchtig, viel mehr schreiben muss ich zu dem Scheiß hier aber eigentlich nicht. So machte ich mich also los ein Taxi auftreiben, eines aus dem Verkehr herauszuwinken kennt man hier aber anscheinend nicht. Also doch noch zum Bahnhof gewatschelt wo eines stand und mich zur Wolfgang Meyer Anlage fahren sollte. Der Ground der HSV Jugend war damit letztes Ziel des Tages und somit konnte der Spaß beginnen...

 

13.00Uhr: Hamburger SV U21 - VfB Oldenburg 6:0, Regionalliga Nord

 

Wolfgang-Meyer-Stadion, 530 Zuschauer (um die 100 Gäste)

 

....nun ja, Spaß, himm. Oldenburg war zu Gast bei der U21 des HSV und wegen zu erwartender Ulras musste das BRD System gleich wieder rumspinnen. Das hieß also, sämtliche

Seiteneingänge zu und ein Bullenaufgebot wie zur Bundesliga. Nun ja, dieses Mal hielt man mich nicht für einen Gast und so kam ich auch MIT Kamera in den heimischen Bereich, nach dem man mir 8 Euro für nen Stehplatz abknöpfte. Zum Fotos schießen allerdings blieb dann wenig Spielraum. Denn der Gästeblock auf der Geraden und bestand aus einer Stahlrohrtribüne. Die Stehplaätze, bestehend aus Stufen waren links und rechts von der überdachten Tribüne und nur einseitig geöffnet. Man hatte Anweisung niemanden durchzulassen und hinter den Toren gibt es keine Plätze, sondern nur Hecken. Also blieb einem nichts weiter übrig, als die Fotos in zweitklassigem Nivau zu halten und sich unter die HSVer der Tribüne zu schleichen. Hier saß dann plötzlich ein bekannter Typ neben mir...Jens Todt das Megakinn, welcher sich offensichtlich für seine Antifußballtruppe neue Nachwuchskräfte zum verprassen sucht. Vielleicht hat man immer noch nicht vor die Uhr im Volkspark abzubauen, das Geknödel würde ich mir jedenfalls nicht mehr antun wollen. Alleine schon deswegen hatte ich am gestrigen Tage auch nicht vor einen hohen zweistelligen Betrag zu zahlen um Bayern München zu sehen. Nein, der Ground am Volkspark ist schon gemacht und Bundesliga ist eh sowas wofür ich keine Motivation aufbringen kann. Nun ja, die Fanboys der Hamburger schleimten den Typen dann

auch zu voll für meinen Geschmack und weil dem halt noch nicht genug ist wurde ich darauf hingwiesen eine Stehplatzkarte zu besitzen und musste zu dem kleinen Hamburger Anhang in den Käfig zurück. Die Anlage ist ok, recht schick und man kann somit die Regionalliga irgendwann vollkriegen, aber alles andere ist mir dann doch zu doof :-D Na wenigstens gabs ne große Knacker und nen leckeres Holsten zur Versöhnung, einziger kleiner Zwischenfall war dann der, dass man mir Geld abziehen wollte für meine Fotos die ich gerade im Begriff war zu schießen...Hmm waren doch gar nicht beim FSV Zwickau und diese Aussage passte auch nicht ganz zur Anti RB Fahne am Zaun. Ein Ordner bemerkte das Szenario und man meinte es wohl auch nur spaßig. Nun gut, es war auch etwas mein Verschulden. Dass man in Hamburg eine Abneigung gegen Hopper hat war vorher bekannt. Passiert ist am Ende aber auch nichts und somit verfolgte ich das Sportliche auf dem Rasen eben ohne weitere Bilder zu schießen. Man ist ja dann doch irgendwo allein hier! Die Geüter dürften sich dann aber ohnehin beruhigt haben, denn bereits zur Halbzeit führte man gegen total überforderte Gäste 6:0. Dabei hätten es sogar mehr Tore sein können, aber man vergab Chancen im Reihentakt kläglich! In der zweiten Hälfte wechselte man dann auch in den Rückwärtsgang, Oldenburg machte aber nichts draus. Nun gut,. wenn ich zur Halbzeit mit Sechs hinten liege, wundert es mich, dass mich überhaupt noch die Beine aufs Feld zurück tragen. Der Primus der Liga zerlegte also auch diesen Gegner und wenn beim HSV eben nichts läuft, geht man halt zur Zweiten, die haben Erfolg und spielen mit Herz! Apropos Herz, wenn schon die Spieler nicht vorankommen, der Anhang der Oldenburger gab sich zumindest anfangs Mühe. Ein kleiner Haufen mit Zeunfahnen und Schwenkern versammelte sich daher auf der stahlrohr und brachte geschlossen was unters Volk. Man passte sich allerdings dann auch dem Spiel der Mannschaft an und stellte alles ein. Nun ja, man kann diesen Ground auch schlechter machen, viel mehr ist eigentlich auch nicht passiert. Daher zog ich es vor mich rechtzeitig aus dem Staub zu machen, denn die U-Bahn hielt direkt auf der anderen Seite und ich musste ja noch zum Hbf. Denn kurzentschlossen entschied ich mich für den Flixbus und nicht den Zug. So kann man durchfahren, ist nicht in überfüllten Abteilen und da das Binchen und die Mama den selben Bus nutzten, fuhr ich auch nicht ganz allein. Also gings auf die Tasche holen und ab zum Zob, wo man sich traf und ein kleines Plauderstündchen im pünktlich abfahrenden Busses hielt. So war es dann geschehen und ich kam gegen viertel acht im heimischen Halle an und das ohne Narben oder Messer im Rücken. Insgesamt war zumindest der Freitag eine fantastische Idee, ich konnte mal wieder alte Freunde sehen und das Sporetliche kam natürlich nicht zu kurz. Die anderen beiden Tage waren dahingehend schön, dass man etwas Kultur einatmen konnte, mal wieder im Norden des schönen Deutschen Landes war und, dass man vier weitere Kreuze gemacht hat. Weniger toll ist dieser Wandel der Gesellschaft, die fehlgeschlagene Integration in dieses Land und die völlig vergammelten Viertel in einer deutschen Vorzeigestadt. Es ist irgendwo schon erschreckend und macht einen traurig. Dabei regt man sich im Osten schon darüber auf, obwohl es bei weitem nicht so viel Armut und Abschaum gibt wie im Westen der Republik. Man kann nur auf Besserung hoffen und mein Glück war, dass mal wieder das Sportliche im Vordergrund stand. Denn der Fußball gibt einem das was dir niemand sonst bieten kann...Sport frei und grpüße an die Leute!

 

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