ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
30.04.2004 TSV Alemannia Aachen - VfL Osnabrück 2:1, 2. Bundesliga
Aachener Tivoli, 15500 Zuschauer (etwa 200 Gäste)
Ein par herrliche Tage Holland liegen hinter mir. Zwar gabs keinen Fussball, doch dafür ne coole Radtour durch die Wiesen. Muss ja auch mal sein. Geplant war nun noch ein Spielbesuch in der Nähe und die Entscheidung fiel auf Aachen. Nicht gerade das was man die Tage zuvor bestaunen durfte, ist dieses Städtchen aber doch recht hübsch. Bereits drei Stunden vorm Anpfiff habe ich den Tivoli erreicht und staunte nicht schlecht als ein par mir bekannte Persnen inkl. meines Cousins aus dem Norden den örtlichen Biergarten enterten. Dazu später aber mehr.
Endlich im Inneren muss man sagen dass der Tivoli schon ne geile Hütte ist. Schön eng am Spielfeld, ein Dach und doch recht ostalgisch wirkende Masten schmückten das Rund bzw. Eck.
Zum Spiel kann ich nur sagen dass meine Gewohnheit in der vierten Liga bei Weitem übertroffen wurde. Ist eben doch was anderes. Schnelle gute Spielzüge und sehenswerte Tore waren ebenso zu bestaunen wie zwei Platzverweise und ne halbe Schlägerei zwischen beiden Mannschaften. Am Ende war der Sieg für Aachen knapp, aber er ging jeder Zeit in Ordnung.
Die Stimmung der Aachener kann man als sehr gut einstufen. Krativ und lang, wenig Pausen und der TSV Wechselgesang gefile mir eigentlich auch ganz gut. Schien also nicht nur im Fernsehen so laut rüberzukommen ;) Osna hatte nen ca 70 Köpfigen Stimmungspöbel im Gästeblock stehen den ich auch nur hören konnte da ich daneben stand. Schade eigentlich, dass der Rest weit auseinander stand und die Hauptsache das Bier und die nicht schmeckende Wurst war. Also kann man auch hier behaupten dass das Duel klar an die Heimkurve ging.
Nach dem Abpfiff sollte es eigentlich zurück in die Unterkunft gehen um sich auf den morgigen Abreisestress vorzubereiten. Doch mein Cousin hatte die gloreiche Idee den nächsten Tag in den Pott nach Dortmund zu fahren und ich hatte nicht lange überlegt. Er hatte noch ne Karte übrig, also warum nicht. Nun hieß es also jetzt schon packen und den nächsten Morgen bei Zeiten abzureisen....
01.05.2004 Borussia Dortmund - FC Hansa Rostock 4:1, Bundesliga
Westfalenstadion, 83000 Zuschauer(ausverkauft, voller Gästeblock)
Das war sie nun, die gloreiche Kohlestadt. Fand ich absolut hässlich muss ich sagen. Überall Industrie, Penner und Opfer auf den Straßen, nich schön. Da geht es einem im Osten doch recht gut :-D
Trotzdem fand die Reisegruppe noch ne coole Kneipe in Mitten der Stadt wo man sich das Bier gut schmecken ließ. Jetzt ging es zum Stadion mit der Straßenbahn. Lustig hierbei dass man dreimal in die falsche stieg und man zwischenzeitlich noch im verhassten Nachbargebiet rauskam hehe. Städtetour mal anders nennt man das wohl. Endlich die richtige erwischt und vorm Stadion angekommen bestaunte man noch das daneben liegende Rote Erde Areal sowie die Anlge von Eintracht Dortmund die einen späteren Besuch noch alemal wert sein dürften. Im Stadion nervten erstmal die lästigen Ordner, sollte man sich doch bitte dahin begeben wo es die Karte vorsah, schlimm. Am Ende landete man neben den Gästen bzw. mittendrin und dachte sich was solls. Das Stadion ist ne Wucht. Über 80000 Menschen auf steilen Rängen und brachialer Lärm.
Da vergisst man mal schnell die gar nicht dazu passende Gammelstadt. Das Spiel lief für Dortmund immer in gerade Bahnen und der sieg war nie gefährdet. Rostock kam zwischenzeitlich zwar noch zum Anschluss doch war heute nichts davon zu spüren dass man noch an den UI-Cup Plätzen schnuppern möchte. Stimmung kann man nur als geil bezeichnen. Wenn 10000 Mann auf einer Tribüne die Arme heben ist das schon was Besonderes muss ich sagen. Auch wenn die Kreativität und Abwechslung fehlt ist es schon ein Donnerwetter was einem da durch die Ohren bläst. Rostock überzeugte ebenfals. Ok man stand halt daneben. Aber auch so ist Rostock ja nicht die schlechteste Kurve Deutschlands und man rasselte hier seinen Text runter. Auf jeden Fall war man besser als die Mannschaft das kann man ruhig so stehen lassen ;) Nach dem Spiel gings zum Bahnhof und das reservierte Ticket für den Nachtzug wurde entgegen genommen. Insgesamt eine Reise die schweinisch teuer war. Aber für einen Fusballverrückten doch recht cool zuende ging.