ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
05.05.2013
11.00Uhr: Hallescher FC U19 - VfL Wolfsburg U19 1:8, A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost
Nachwuchszentrum Sandanger, 51 Zuschauer (keine Gäste)
Vielereins wird sich fragen wie das passieren konnte. So schlecht sind die Jungs um Trainer Schmidt gar nicht. Und doch brach man des öfteren in dieser Saison sowas von auseinander, man suchte vergeblich den Kleber. Der Abstieg in die Niederungen stand ja nun schon bereits fest und trotzdem wollten sich die Jungs noch für den Ligaprimus aus der VW Stadt motivieren. Unglaublicherweise schaffte man gar den Führungstreffer, bekam dann aber doch noch den Gegenwind zu spüren. Bis zur Pause lag man dann mit einem "guten" 1:3 zurück ehe man in der zweiten Hälfte völlig die Orientierung verlor. 1:8 ist schon derbe, aber dieses Spiel war ein Sinnbild für diese Saison. Hoffen wir alle, dass man ein gutes Konzept für den Wiederaufstieg findet und der Club dann doch endlich mal auf seine Jugend schaut statt die Talente zu verblasen! Für mich war der Tag noch nicht ganz zu Ende und es ging weiter Richtung Heide wo heute das Derby zwischen Nietleben und dem 400m entfernten Dölau stattfinden sollte...
14.00Uhr Nietlebener SV Askania - SV Blau-Weiß Dölau 1:3, Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 4
Sportanlage NSV Askania, 263 Zuschauer (um die 50 Gäste)
Nietleben gegen Dölau, lange ist es her, dass die nur 400m voneinander entfernten Vereine gegeneinander gespielt haben. Das klingt jetzt nach nem mörderisch geilen Derby mit 500 Ultras und 20kg Rauch. Nein dem ist nicht so, aber die Pöbeleinlagen der Altherren am Rande und auch die neugegründeten "Ultras" bei beiden Clubs ließen aus einem schier langweiligen Landesklassespiel einen coolen Tag entstehen. Erster Höhepunkt des Tages war daschon die Eintrittskarte. Für 3Euro bekam man ein Heft und ne riesen Karte aus Pappe. Sehr gut! Danach wurde also der Ground betreten. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch nur die Trainerbank verändert, welche jetzt auf der anderen Geraden steht. Ansonsten bietet die chillige Atmosphäre immer noch einigen Sitzwütigen zwei Reihen Holzbänke und einen sehr geilen Biergarten mit Dach. Die Imbissbude hat immer noch
sehr teure, dafür aber selbstgemachte Würste und Steaks, die Anzeigetafel aus dem S-Bahnhof der DDR Zeit ist genau so noch vorhanden wie das urige Sprecherhäuschen. Sehr geil! Jetzt viel mir allerdings etwas weniger schönes auf, die so genannten Hardcorefans beider Clubs waren nich da. Keine Zaunfahne der heimischen Heideatzen oder der Gäste war zu erblicken. Ich meine ok, ich hätte mich eh drüber gefeiert, gespannt auf die Einlagen der Abteilung Pöbel hätte ich aber liebendgern genossen. Nun ja dem war eben nicht so und nach dem ich und Frauchen Platz nahm begann also der Kick bei bestem Wetter. Die Plätze waren dann allerdings nicht ganz so gut gewählt, denn irgendwie erwischte ich dann doch den Teil wo die Frauengruppe desNachwuchses und deren Mütter ihren Platz hatten.
DasGekreische, Wahnsinn! Naja Fußball schauen konnte man dennoch in Ruhe und schon zur ersten Minute durfte der erste Dölauer duschen gehen. Nur per Notbremse konnte der Nietlebener Stürmer gestoppt werden und der anschließende Freistoß brachte nichts ein. Wie das dann immer so ist, ein Primus der Liga kommt auch zu zehnt aus und ging vor dem Pausentee sehenswert in Führung. Schon hier waren in den Zuschauerreihen viele Opas am werkeln und ich wartete nur auf den ersten Becherwurf :-D Zur zweiten Hälfte geschah dann das was im Fußball als tödlich bezeichnet werden dürfte. Mitten in einer Drangphase der Nietlebener gelang Dölau das 2:0 und später per Freistoß´auch noch das 3:0. Der sehenswerte Lupfer zum 1:3 brachte auch nichts mehr und somit dürfte Dölau jetzt auch rechnerisch kaum noch einzuholen sein. Drumherum passierte wie erwähnt recht wenig, nur die Pöbeleinlagen, welche selbst die Nietlebener Spieler nicht wegstecken konnten belustigten mein Gemüt noch zusätzlich. Beim Einwurf kommt dann eben mal ein Spruch "ich versteh dich nicht lass dir neue Zähne wachsen" :-D Sehr gut! Zu körperlicher Gewalt kam esdann aber doch nicht und auch der Schiri konnte somit ohne blaue Flecken die Heimreise antreten. Für mich hieß es dann auch den Arsch hochzukriegen, denn am Abend wurde man noch zu einer kleinen Feierlichkeit geladen. Insgesamt war dies eine kurzweilige Veranstaltung mit leckerem Futter und recht gutem Fußball.