Overblog Alle Blogs Top-Blogs Sport
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

Werbung

Brandenburgpokal in Frankfurt an der Oder

12.11.2011 Frankfurter FC Viktoria 91 – SV Babelsberg 03 2:4 n.V., Brandenburgpokal

Stadion der Freundschaft, 850 Zuschauer (etwa 300 Gäste)

Das Wochenende hatte leider nur einen Tag zum Fussball für mich übrig. Wie cool war es doch aber, dass am heutigen Tage die Möglichkeit bestand dem Stadion der Freundschaft in Frankfurt/Oder einen Besuch abzustatten, welches ich schon seit nem gefühlten Jahrzehnt auf der Liste habe. Die angesetzte Partie sollte dann auch einiges an Wünschen offenlegen und auch wenn die heutige Veranstaltung im Brandenburgpokal schon im Vorfeld zu einer politischen Debatte zwischen links und rechts heranwuchs, man hatte doch stets vor Augen das man nun endlich einen der charmantesten Grounds aus der ehemaligen DDR betreten konnte. So ging es zu zweit in den Morgenstunden mit dem Zug nach Brandenburg. Am Alexanderplatz stieg noch der Berliner Kollege zu ehe wir pünktlich an der Oder ankamen. Schon hier waren massig Cops am Start und auch die Truppe des Filmstadtinfernos machte sich im Bahnhof bemerkbar. Trotz der finsteren Blicke hatte man es geschafft dem Ganzen zu entfliehen und konnte noch etwas Kultur einatmen bevor es zum Stadion ging. Wir waren angekommen am Ground und nach dem ich eine wehleidige Träne der Masten hinterher geweint habe die hier noch stehen und im KWS zu Halle leider nicht, fing das Chaos an. Zunächst durfte man seine Personalien abgeben. Der Herr in Uniform konnte es einfach nicht glauben, dass wir aus Halle angereist sind um das Stadion zu besuchen wofür sich ganz Frankfurt schämt. Mit einem Lächeln ließ er uns passieren ehe, frei nach guter Bulle böser Bulle, der nächste Cop auf uns wartete und nicht eben mal lächelte. Hier

 musste man sich den Vorwurf gefallen lassen doch bitte das Fotografieren einzustellen, denn die Fans hier mögen das nicht. Das Ende vom Lied war, dass man für „FUSSBALLINTERESSIERTE“ einen Block aufmachte um den Chaoten aus dem Weg zu gehen. Langsam erschlich mich das Gefühl, dass hier heute überhaupt nicht angepfiffen wird, doch ohne großes Umdenken stand man für happige 9 Euro inkl. Programm im Block und schon einige bekannte Gesichter aus dem Dresdner sowie Brandenburger Land wurden ausgemacht. Noch bevor das erste Getränk die Kehle runter lief, fingen die ersten Babelsberger bereits damit an Leuchtspuren zu schießen und auf der Gegengerade zu pöbeln. Das rief den Frankfurter Haufen auf den Plan und es kam zum ersten kurzen Faustkampf. Schon hier waren die Bullen mehr als überfordert und die nächste Aktion der Herren in Uniform sollten das Ganze noch ins Unerhebliche steigern. Der Einsatzleiter stand nun bei uns im Block und meinte „wer von ihnen zum Fussball schauen hier ist sollte doch bitte den Block neben der Tribüne einnehmen, die Chaoten werden jetzt hierher verfrachtet“ unglaublich, man kesselte die Frankfurter ein und schob sie in die Kurve. Als ich nun endlich meinen Platz bezog und auch der letzte Bulle kapiert hat, dass wir nur zum Fussball schauen hier sind, konnte ich ohne Gefahr meine Kamera zücken und den Ground begutachten. Eine ziemlich runtergekommene Anlage mit mehreren Stufen, einer kleinen überdachten Tribüne, einigen Sitzbänken und wie bereits erwähnt die selben Masten die einst das KWS schmückten. Schade nur, dass hier bereits die Lampen fehlen und auch ein Mast keinen Kopf mehr besitzt. Insgesamt aber richtig toll und genau mein Ding. Ach ja sportlich gabs ja auch noch was zu berichten. Bei all den ganzen Drumherum, bei den ganzen Böllern, den Fackeln und politischem Mist der hier einem um die Ohren wehte hatte Frankfurt DIE Chance zur Sensation. Ja wenn da nicht der Schiri und der Ex Hallenser Markus Müller wären, die im Duett zu unrecht den Ausgleich kurz vor Schluss besiegeln konnten und in der Verlängerung die zweite Luft hatten. Stimmungstechnisch

kann man beiden einfach mal nur die Sechs aufdrücken, denn das war nix. Babelsberg hatte nen guten Haufen und hier war mehr drin. Anstatt die Antifafahne zu hissen und dieses Trallala ne gefühlte Stunde zu plärren hätte man sich hier ruhig mal aufs Spiel konzentrieren können. Auf Heimseite war so gut wie kein Support vorhanden. Nach dem die Palette von Rechtsrocksongs abgespult war, die Affenlaute gegen die schwarzen Spieler sowie die Judenrufe und Böllerwürfe verstummten hatte man aber sogar so was wie ne Aktion parat. Das Vorwärts Frankfurt Logo wurde präsentiert und dazu gabs ein paar Fackeln. Auf der Gegenseite reagierte man nach dem Tor ähnlich, hier gabs noch weißen und etwas bunten Rauch sowie einige Breslauer. Insgesamt echt dünne, aber erwartet habe ich eh nix. Viel lustiger war dann der Stadionsprecher der sich die Kehle aus dem Hals brüllte man solle doch bitte das zündeln unterlassen. Gut er hatte Recht, das Spiel wurde mindestens einmal unterbrochen und sicherlich gings auch noch danach rund. Wir mussten die Veranstaltung leider ein paar Minuten ehr verlassen, denn der Zug wartete leider nicht auf zu spät kommende Passagiere. Insgesamt ging ein ganz ordentlicher Tag zu Ende. Ich hab das gesehen was ich erwartet habe zu sehen und ich bin nun zufrieden diesen Ground als abgehakt zu bezeichnen. Passiert ist nichts mehr und nun ging es zurück in die Hallesche Heimat. Grüße gehen von hier noch nach Berlin( Danke für die Geduld bei meinem Kulturwahn ;)) und natürlich auch an Freund Thomas Rolf!

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
T
May very well the slideshow about this web page through in 2009.
Antworten