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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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DFB-Pokal in Essen und die größte Farce der Geschichte

29.07.2011 SC Rot-Weiss Essen – 1. FC Union Berlin 6:5 n.E., DFB-Pokal

 

Georg-Melches-Stadion, 12701 Zuschauer (um die 1000 Gäste)


Erste Runde DFB Pokal und wiedermal ist es ein Paradies für Hopper, denn man kann das eine oder andere Stadion voll erleben sowie guten Fussball sehen. Die Partie zwischen Essen und Union dürfte nicht die schlechteste Wahl gewesen sein, haben beide Vereine doch eine gute Szene und zudem verabschiedet sich mit dem Georg-Melches-Stadion demnächst der nächste charmante Ground von der deutschen Stadionlandkarte. Es sollte der letzte Kick in diesem Stadion werden und dem entsprechend hat man es auch riesig beworben. Ich dachte mir also nichts wie hin und die Viererbesatzung für das Auto war auch schnell gefunden. Zur Mittagszeit trafen wir uns nun am halleschen Bahnhof ehe uns der erste Schock des Tages ereilte. Unser Fahrer hatte den Abend zuvor einen Verkehrsunfall und lag im Krankenhaus(gute Besserung Alex!!). Blöd eben, dass man sich nicht nur nen Kopf um seinen Freund macht. Jetzt stiegen Spritkosten an und man fand ebenso auch keinen vierten Mitfahrer. Zudem hatte man nun nen Benziner statt nem Diesel unterm Arsch, was meine klammen Kassen schon etwas schreien ließ. Doch was solls, man ist nur einmal jung, dieser Ground musste noch fallen und so ging es Richtung Ruhrpott. Ohne Probleme und nur mit kurzem Stau erreichten wir Essen und nach einer kleinen Stärkung hatten wir nun die Karten in Empfang genommen bevor es zum Stadion ging. Hier war schon ein munteres Treiben und als wir das Innere erreichten ereilte uns prompt der nächste Schock. Die Karten waren für die Fankurve von Essen was mich nun endgültig zu dem Entschluss bringt keinem mehr zu vertrauen wenn es um Kartenbestellungen geht(bestimmte Personen ausgenommen). Ich machte das Beste draus und begutachtete den Ground. Es existieren nur noch drei Tribünen mit Dach denn die eine Hälfte ist

bereits Teil des Bauschutts für das neue Stadion was hier entsteht. Zum Glück standen die vier fetten Masten noch und auch die alte Fankurve wo nur noch ein Westkurveschild rausprangert hatte ihren gewissen Charme. Blöd fand ich nun außerdem noch, dass Essen eine Choreo zum Abschied vor hatte. Ich hatte einfach keine Lust in Mitten dieser Choreo zu stehen, lieber wollte ich ein schickes Bild davon haben. Gott sei Dank hat mein Freund Tobi(die besten Grüße) einen perfekten Platz auf der Tribüne und zum Teil sind anliegende Bilder auf seinen Mist gewachsen. DANKE DAFÜR! Das Stadion war nun voll und trotzdem standen noch tausende Menschen vor den Toren. Ich hatte das Gefühl das wird hier und heute mein Ende sein. Ich glaub so ein Gedrängel hat es zuletzt in Duisburg gegeben. Das erweckt schon das Gefühl, dass man im Ruhpott wenig Ahnung von Organisation hat. Wie bitte kann man 12000 Tickets für ein Stadion verkaufen wo meiner Meinung nach nur 10000 reinpassen? Naja. Kurz bevor ich einen Kollaps erlitt, verließ ich die Kurve, das heißt ich versuchte es. Nach dem es aber zwei Leuten gelang mich rauszuziehen aus den Massen war mir das Ausmaß bewusst denn draußen auf dem Vorplatz lagen bereits 3 Menschen die von Notärzten

behandelt wurden. Krass! Nun gut ich habe mich an die Seite gestellt und beobachtete das Spiel von dort. Essen drückte die ganze erste Hälfte und ging auch in Führung. Zur zweiten Hälfte hatte Union klar mehr vom Spiel doch Essen konnte tatsächlich auf 2:0 erhöhen. Wie aus dem Nichts kam Union jedoch zum Anschluss und drückte permanent auf den Ausgleich. Gelungen ist dieser in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Ziemlich bitter, hatte Essen doch sehr leidenschaftlich gekämpft. In der Verlängerung ließen es beide Teams ehr ruhig angehen ehe es der Torhüter von Essen mit zwei glänzenden Paraden im Elfmeterschießen krachen ließ. Somit siegte Essen und die Hütte stand Kopf. Auch so war die Stimmung jeder Zeit bemerkenswert gut. Essen hatte wie erwähnt eine Choreo zum Abschied des Stadions. Diese hatte einige Schönheitsfehler, sah aber trotzdem nett aus. Die Lieder waren ganz cool und abwechslungsreich. Es gab viele Klatscheinlagen und auch der Rest des Stadions zog gut mit. Union hatte zu Beginn ein paar Schwenker und ordentlich Krach zubieten. Die Stimmung hier habe ich allerdings insgesamt schon besser gesehen. Zum Teil waren nur die Ultras um das WS zu hören und die Lautstärke ließ viele Wünsche offen. Insgesamt ging der Punkt an Essen, welches auch schlagkräftiger war. Wärend des Spiels kam es hinter dem Stadion zu kleineren Scharmützeln was die Bullen abe auch wieder schnell unter Kontrolle hatten. Dennoch ein Kulturschock für mich, hat doch jeder Hallenser einen Privatbeamten zu Auswärtskicks ;). Diese Tour hat sich insgesamt gelohnt, auch wenn ich immer noch brechen könnte, dass wir mitten im Block standen und die Kostengrenze doch um einiges höher war als ich kalkuliert habe. Danke an Lars für die komplette Fahrt als einziger Fahrer und für den Verzicht auf Bier ;) und Danke noch mal Tobi für die Fotos welche diesen Bericht noch etwas abrunden konnten.  

30.07.2011 Hallescher FC – SG Eintracht Frankfurt 0:2, DFB-Pokal

 

Stadion am Bildungszentrum, 2770 Zuschauer (270 Gäste)


Was für eine Vorgeschichte gab es zu diesem Kick! Die größte Farce im deutschen Fussball und die Welt lacht noch ewig über diesen Verband und über das Bundesland Sachsen-Anhalt. Ein Armutszeugnis ist es außerdem, dass es einen Pokalwettbewerb gibt an dem Viertligisten teilnehmen, aber nicht in ihrem eigenen Stadion spielen dürfen. Der Alptraum begann, als man Frankfurt zugelost bekam. Klar explodierte die Stimmung bei der Auslosung, ist Frankfurt doch mit das Beste was es in Deutschland gibt. Doch der Ärger nahm seinen Lauf. Ganze 11(!) Städte verweigerten einem Provinzklub ein Erstrundenspiel im DFB-Pokal auszutragen und zwischenzeitlich kam man doch tatsächlich auf den Trichter einen halleschen Verein 300km bis nach Nürnberg fahren zu lassen um ein HEIMSPIEL auszutragen. Wie erbärmlich ist dieser Verband, wir lächerlich ist die Politik in Sachsen-Anhalt, dass man es nicht gebacken bekommt. Man hat sich in die Hosen geschissen, man ist davon ausgegangen, dass Terroristen in die Stadien einmarschieren. TRAURIG! Das mittlere Ende dieses Schauspiels war, dass man es dann doch nach Halle in die Ausweichspielstätte nach Neustadt verlegte. Es waren nur 2800 Zuschauer erlaubt und eben nur 300 Gäste. Da fragt man sich doch, warum nicht gleich so? Hauptschuldiger war dann eindeutig der angeblich so tolle Medienpartner von Radio SAW die am Ende ihre Schlagzeile hatten und sich kräftig ihre schmutzigen Hände rieben. Denn hätte man

auf Seiten dieser so genannten Journalisten nicht in Dessau angefragt ob das denn wirklich ginge und hätte man dort nicht seine Szenarien von Tod, Hass und Zerstörung vorgegaukelt, dann hätte der HFC in Dessau gespielt und es wär ein Fest geworden. Ich persönlich hatte zum Schluss gar keinen Bock mehr auf dieses Spiel und wollte nur alles schnellstens hinter mich bringen. Schließlich ist das mein Verein und am Ende will ich doch nur das Beste für meinen Klub. Am Morgen vor dem Spiel erwachte ich aus dem kurzen Schlaf und schaute aus dem Fenster, Regen und Wind…prima. Trotzdem zog es mich auf den Hallmarkt wo das große Treffen samt Mottoshirtverkauf und Mobfoto von statten ging. Bis zu 400 Leute sammelten sich hier an ehe es später gemeinsam zum Ground gehen sollte. Die Bullen kamen heute auch aus allen Himmelsrichtungen des deutschen Landes und so kam man auch pünktlich an. Erklären wie diese Hütte aussieht möchte ich hier nicht, denn jedes Wort über dieses so genannte Stadion ist eins zu viel. Naja ok, wenigstens existieren die Klappsitze aus dem alten KWS noch. Der Rest ist eine Zumutung für jeden Fan. Was solls, es ging an die Vorbereitung fürs Spiel und die Atmosphäre hätte ruhiger nicht sein können. Das Spiel war dann Gott sei Dank das ganze Gegenteil. Der HFC spielte Frankfurt die erste Halbzeit an die Wand, doch Tore wollten nicht fallen. Mit 0:0 ging es in die Kabinen und Sportkamerad Veh muss ziemlich explodiert sein, denn Frankfurt übernahm nun das Kommando. Die Rot-Weißen waren stehend KO und auch der Trainer hatte nicht gerade das glückliche Händchen beim wechseln. Am Ende entschied Gekas per Elfer und einem Tunnler gegen „Horwat unser Torwart“ das Spiel. Schade es war mehr drin. Zur Stimmung kann und will ich nicht viel sagen. Für mich war es der beste Auftritt im Rattenkäfig von Neustadt überhaupt. Entscheiden sollen es aber lieber andere. Ob wir es wirklich gerissen haben sei am Ende dahingestellt. Die ersten fünf Minuten war es jedenfalls ruhig denn wir protestierten gegen einige SVs für die aktive Szene. Am Ende hat der dumme TV Mensch natürlich wieder alles falsch verstanden und man dachte es ginge um die Solidarität mit denen die keine Karten hatten. Sinnlos schlechter Journalismus wenn man mich fragt. Von Frankfurt kam nicht viel an. Man grüßte die Xten Menschen die angeblich draußen blieben, die Innenstadt aber nie erreichten. Die Ultras blieben fern und die paar Kutten am anderen Ende der Welt ähhh des Stadions brachten auch nicht viel zustande. Insgesamt war ich nicht nur froh, dass die Medien nichts mehr zu fressen bekamen sondern auch, dass dieser absolute Skandal endlich ein Ende gefunden hat. Viel los war nach dem Spiel nicht mehr und auch die Uniformierten durften nach einer 20 Stündigen Schicht endlich nach Hause touren. Mit der Leistung braucht man aber keinen Schiss vorm Produkt aus Leipzig oder den Störchen aus Kiel zu haben. Ich bin wie immer zuversichtlich. Danke noch an Frau S.C. für die zur Verfügung gestellten Bilder ;)

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