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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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Fußball, Politik...und 11 Tore in Nietleben

12.07.2014

 

ab 10.00Uhr: Turnier der Amnesty International

 

UniversitätsSportanlage an der Ziegelwiese, ca 300 Zuschauer und Aktive

 

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DSCF3023.JPGFußball und Politik, manch Ultrapionier aus den 70ern würde vielleicht behaupten, dass es mit der Bewegung aktiver Fans eben nur damit angefangen hat, ihre Politik zu verbreiten und nebenbei dem eigenen Verein verfallen zu sein. Andere würden aber ehr behaupten, dass es eigentlich nur um den wundervollen Sport Fußball geht und nicht etwa wie braun, bunt, rot oder schwarz man ist. Und wieder andere nennen sich autonom, aktiv politisch oder quatschen ganz einfach nur das nach was andere erzählen, bringen dies dann im Verein ein und missbrauchen den Sport für ihre Weltanschauung. Ich persönlich zähle mich ehr zu dem mittleren Teil. Für mich hat keine linke und keine rechte Politik etwas im Sport und schon gar nicht im Fußball zu suchen. Meine Wahl ist der Verein und mein Handeln besteht quasi immer nur daraus dem eigenen Gedanken zu folgen statt es mir aufzwingen zu lassen. Man kann es verbissen sehen wie man möchte und man kann sich gerne die Argumente anhören, welche in eine andere Richtung führen würden. Von meinem Weg lasse ich mich dennoch nicht abbringen. Der Besuch oder erst einmal das Veranstalten eines Turniers dieser Art am heutigen Tage stößt dann aber doch in die ehr linke Ecke vor, schließlich geht es darum ein Zeichen gegen Rassissmus und das aggressive Verhalten im Fußball zu setzen. Ich bin stets bereit mir mal das eine oder andere Gespräch anzutun um mir selbst mal ein Bild zu machen. Außerdem fand das Turnier auf der Ziegelwiese statt, ein Ground der so gut wie niemals bespielt wird und auch DSCF3035.JPGdeswegen ergriff ich die Chance hier mal dem runden Leder beim Rollen zuzuschauen. In der Früh bei noch klarem Himmel sollte es dann also losgehen und bevor es zum Ground ging, nutzte ich noch kurz einen Blick auf die Saale und die Giebichenstein, welche ja ganz in der Nähe ware. Hierbei hieß es kurz einen Spaziergang am Ufer zu genießen bevor es dann zum Tunier ging. Bereits zum Begrüßen der Teams konnte ich die Ziegelwiese dann erreichen. Zwar fiel es ein wenig schwer den Eingang zu finden, aber noch bevor der erste Anstoß folgen sollte, erreichte ich die Anlage der Universität. Diese besteht aus einer Tennisanlage inkl. Tribüne und zwei großen Fußballplätzen. Ein Ausbau existiert hier nicht mehr, das Einzige was davon noch zeugt ist ein Graswall. Eintritt bezahlte ich keinen und bereits jetzt konnte ich schon ein paar bekannte Gesichter aus Vereinen wie dem Roten Stern, Turbine, dem HSC oder auch den Dölauern begrüßen. Der Rest der angemeldeten Teams waren zum Teil äußerst lustige Typen die in einem Hobbyteam auf verkleinerten Feld antraten. Spielerisch wars dann nicht ganz so die Welle und es fielen auch nicht gerade viele Tore. Lustig waren dabei eigentlich nur die Kicker aus dem Süden, welche komplett im Banenkostüm antraten und dabei vielleicht hofften den etablierten Teams das Lachen so weit ins Gesicht zu treiben, dass diese auf dem Boden liegend das Spielen einstellen. :-D Ganz bis zum Schluss konnte ich allerdings nicht bleiben und somit bekam ich auch den Sieger nicht mehr mit. Mein Favorit aus der Truppe des Roten Sterns hatte aber irgendwie das Toreschießen vergessen und schied ungeschlagen aus :-D  Aber das Sportliche lag ausnahmsweise mal nicht an erster Stelle und nach dem ich mir eine gute Bratwurst gönnte fühlte ich bei dem einen oder anderen Teilnehmer mal vor was es denn bedeute an einem solchen Turnier teilzunehmen und wie man sich selbst so sieht. Was es bedeute antifaschistischem Gedankengut nachzueifern. Ich muss dabei sagen, nicht jeder Linke ist ein Steineschmeißer und viele geben auch zu, dass nicht jeder Rechte ein Hitlerenkel ist. Man sollte vielleicht damit beginnen nicht alles über einen Kamm zu scheren und den Menschen kennzulernen statt sofort über ihn zu urteilen! Ein bisschen steckt von jedem etwas in mir. Ich mache mir Sorgen über mein Land genau so wie ich aber Respekt für jeden Menschen empfinde, der mir eben Diesen entgegen bringt! Trotzdem finde ich es gut, dass man den Finger zeigt auch wenn man vielleicht im Moment ganz andere Probleme in der BRD hat. Aber schließlich reise auch ich in andere Länder und habe dabei stets einen unglaublichen Wissensdurst. Nichtsdestotrotz erreichte mich aber eine Nachricht, die ein Testspiel der Lettiner in Nietleben ankündigte. Coole Sache, ich war sowieso gespannt was man denn so alles getan hat oder noch vor hat um vielleicht doch einmal den Aufstieg in die Landesklasse zu schaffen...

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14.00Uhr: Nietlebener SV Askania - VfB 07 Lettin 10:1, Testspiel

 

Sportanlage NSV-Askania, 64 Zuschauer (ca 12 Gäste)

 

....es ging also gen Nietleben, wo ich zum eigentlichen Anpfiff auch da war. Auf Hauptplatz waren die Netze gespannt und ausnahmsweise hat man heute mal keinen Eintritt verlangt. Die Sonne machte sich auch mal wieder bemerkbar, das Einzigste was dabei aber fehlte war ein Schiri. Hmm, ok Kollege Christian tauchte auch noch auf und eine Viertelstunde nach eigentlichem Anpff konnte der Kick auf der Anlage Askanias also losgehen. Wieder einmal saß ich also hier und genoss eine gute Fassbrause im angrenzenden Biergarten als das Unheil für mein Heimatdorf begann. Deutschland gegen Brasilien haben viele gesehen, nur stand es hier schon 6:0 nach einer halben Stunde. Wow! Nur eine Liga Unterschied und eigentlich auch schon eine Weile im Training, da müsste trotz Verletzungspech eigentlich mehr drin sein als zehn Gegentore und ein verschossener Elfer. Dass dann der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:7 aus ca. 30m in den Winkel passierte, passte hier zwar nicht rein, war aber schick anzuschauen. Am Ende setzte dann doch einmal wieder ein Unwetter ein, was dann irgendwie auch zum absolut deletantischen Auftritts Lettins passte. Nun ja man kann von Glück reden, dass es nur ein Testspiel war und man kann vielleicht auch dazu sagen, dass Nietleben samt Verstärkungen zu den Topfavoriten in der Landesklasse 4 zählen dürften. Merhr gibt es hierzu aber nicht zu sagen und deswegen belkasse ich es auch dabei. Nach dem wir noch etwas das Regenwetter abgewartet haben hieß es dann den Heimweg anzutreten wo der Abend mit Frauchen vor der Glotze geendet hat.

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