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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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Fußballgötter und gemütliche Fahrt gen Himmel statt Besinnungslosigkeit...

09.05.2013

 

10.00Uhr: FSV Empor Löbau - SG Medizin Großschweidnitz 4:0, Oberlausitzliga

 

Stadion der Jugend, 150 Zuschauer (um die 20 Gäste)

 

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aas-1549.JPGHimmelfahrt also und der eine oder andere Mann dieses Landes hat heute nix besseres zutun als sich besinnungslos zu saufen oder sich zumindest zu benehmen wie ein asoziales Stück Scheiße. Ich denke mir also, meine Variante den freien Tag zu genießen ist die Bessere. Die Möglichkeiten waren zumindest in der Region um Mitteldeutschland mehr als genug vorhanden und so beschloss ich erneut den Weg nach Sachsen zu wählen, um einen gemütlichen Doppler in der Oberlausitz und am Rande von Dresden zu machen. In der Frühe halb sechs ging die Reise also mit dem Zug los und schon beim ersten Umstieg in Leipzig bemerkte ich feierndes Volk auf den Straßen, im Bahnhof und in den Zügen. Ich dachte mir, ok, wird schon nicht so schlimm und bestieg den Zug der mich zur Mitte Dresdens bringen sollte. Es stellte sich allerdings als falsch heraus, denn ab Dresden-Neustadt rührte sich der Zug keinen Milimeter mehr vorwärts. Nach dem Flaschen flogen und die Notbremse gezogen wurde, betraten Uniformierte das Schienengefährt und ich konnte mich bereits jetzt von der ersten Halbzeit in Löbau verabschieden. Der Anschluss war also verpasst und über hundert Umwege bin ich zunächst nach Bischofswerda gefahren um dort auf meinen Anschluss nach Löbau zu warten. Hier besuchte ich noch den Wesitzsportpark, welchen ich zuletzt vor 12 Jahren sah und der sich immer noch nicht verändert hat. An dieser Stelle geht ein Dank an Gavi der mir noch ein wenig Gesellschaft geleistet hat ehe ich dann endlich den Zug bekam, der mich nach Löbau brachte. Am Bahnhof angekommen nahm ich das vorher bestellte Taxi und konnte somit zur zweiten Halbzeit das Stadion der Jugend betreten. Eintritt hatte hier keiner mehr verlangt, die Überredenskunst sorgte aber dafür, dass ich einem älteren Herren seine Karte abnehmen konnte. "Schmeiß ich eh weg" bekam ich zu hören, dafür wars mir aber zu schade. Ok, die Zeit war noch da um das Stadion etwas unter die Lupe zu nehmen. Auf einem Graswall befindet sich eine große Tribüne aus Holz. Die Stufen bzw. die Sitze fehlten aber und somit blieb nur ein Haufen von Dreck und Sand sowie vereinzelte weiße Sitze. Auf der Gegengerade hat man noch ein paar Sitzschalen und ein paar Holzbänke. Umgeben ist das Gelände von einer hübschen alten Mauer und alte Lautsprecher sind ebenso noch zu finden. Mitten beim Foto machen rief einer von weiten, "schau dir den an, der dokomentiert den Verfall" ich grinste nur und meinte "um so verfallener, um so schöner" er wollte mehr wissen und bediente mich mit der aas 1566Geschichte dieses Stadions und diesem Verein. Schon ganz interessant zu sehen wie die Zeit aus sportlich erfolgreichen Mannschaften eine Kreisligatruppe mit wenig Geld formt und "Vereine" wie RB oder Hoffenheim Erfolge feiern. Aber nun gut, zur Halbzeit fielen bereits 3 Tore und somit bekam ich nur noch eins mit. Das Nachbarschaftsderby endete also klar und deutlich und das was ich so sah, wusste schon zu gefallen. Ich meine, wir reden von einer Kreisoberligamannschaft ;) Zum Schluss ließ ich mir dann noch eine leckere Wurst im Brötchen für 2Euro schmecken und nach einem kurzen Plausch mit Einheimischen am Grill verließ ich die hübsche Anlage um noch ein wenig in die Stadt zu schauen. Dass es in der Oberlausitz schön ist, bewies nicht nur das verschlafene Städtchen Löbau, sondern auch andere. Nach einigen Impressionen erreichte ich dann aber auch den Bahnhof und am Rande zog das vorher angekündigte Gewitter auf. Jetzt blieb mir nur noch eine Wahl am heutigen Tage zu treffen. Nehme ich die Einladung an und schaue mir nun Bischofswerda an oder nutze ich die bleibende Zeit um doch nach Radebeul zu fahren. Am Ende war es Radebeul. Nicht nur wegen der hübschen Umgebung sondern auch um den Fußballgott persönlich einmal wiederzusehen...

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15.00Uhr: Radebeuler BC 08 - SC Borea Dresden 5:0, Landesliga Sachsen

 

Lößnitzstadion, 123 Zuschauer (um die 40 Gäste)

 

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aas-1621.JPG...zunächst ging es also erneut nach Dresden. Hier hatte ich noch ausreichend Aufenthalt um eine S-Bahn zu nehmen, welche mich bis Radebeul-Weintraube bringen soll. Bei dem ganzen Pech aber am heutigen Tage, kam nun das Glück hinzu. Eine vorherige S-Bahn hatte 15min Verspätung und so nahm ich diese statt eine weitere halbe Stunde zu warten. Ich war also schon über eine Stunde ehr in Radebeul, die Sonne kam nun hervor, nach dem der Weg von Stürmen und dunklen Wolken gepflastert war. ich bestaunte also noch gemütlich die Weinberge und schaute auf den Karl Mai Festtagen vorbei. Außerdem schaute ich mir die niedliche Schmalspurbahn an, die ich zuletzt, noch mit meinem Vater, vor 26 Jahren besucht hatte, bevor es dann zum Stadion ging. Die Zeit reichte insgesamt nicht um mir alles anzuschauen, aber alles kann man leider nun mal nicht haben. Für etwas krasse 5 Euro betrat ich nun das Lößnitzstadion, welches einen Kunstrasenplatz hat und auf der einen Geraden drei Stufen mit Sitzen und einen schicken Sprecherturm besitzt. Angrenzent findet man noch einen Biergarten mit Bänken und ein kleines Cafe ist noch dahinter. Der Rest besteht aus der grell leuchtenden Tartanbahn und hinter den Trainerbänken befindet sich noch ein kleiner Graswall. Viel ist es nicht, aber für diesen Provinzverein reicht das allemal. Immerhin befindet man sich am Rande Dresdens wo eh jeder Arsch aas-1606.JPGzu Dynamo geht. Der Fußballgott Neubert zog einst noch die Leute in Halle und Dresden an, hier ist man aber anscheinend Gotteslästerlich :-D Jedenfalls erkannte er mich wieder und nach dem man ein Foto schoss konnte deraas-1598.JPG Spaß hier auch losgehen. Radebeul als Achtplatzierter im Niemalsland der Liga hatte anfänglich so seine Schwierigkeiten, bekam den ehmaligen Oberligisten aus dem Norden Dresdens aber schnell in den Griff. Die Gäste leisteten kaum Gegenwehr und nach zahlreichen Möglichkeiten führte man dann endlich mit 1:0. Mit dem Pausenpfiff kam dann noch das 2:0 und am Rande zogen erneut Gewitter auf. Jugendspieler von Borea ließ man nicht rein, diese machten am Rande Stimmung und hinter den Trainerbänken war das feiernde Volk dabei Geld für eine Flitzerattacke zu sammeln. Schon lustig und um das nicht zu verpassen, begab ich mich auf die Tribüne. Man hatte mich ja nun schon als Heimfan gehalten, ja selbst der Trainer klatschte bei mir ab nach dem 1:0 :-D Borea hatte es immer noch nicht verstanden was fürs Spiel zutun und somit ließ man Radebeul gewähren. Am Ende konnte man froh sein nicht zweistellig untergegangen zu sein und ehe hier so langsam Feierabend war legte nun doch noch der Flitzer los. Endlich war Stimmung in der Bude und selbst der Schiri hatte nur die Worte übrig "danke für die Einlage, aber wir würden trotzdem gerne weiterspielen" In der Bundesliga wäre man längst  zum Spießer geworden und hätte 30 Ordner auf dem Feld. Dies dürfte der Höhepunkt gewesen sein, denn bis auf ein bissl Suffgelaber einiger Dresdner Fans war kaum was zu vernehmen. Nach dem Schlusspfiff hieß es dann nur noch zur gegenüberliegenden S-Bahn zu wandern um die Heimreise anzutreten. Diesmal gab es keine weiteren Verspätungen und über Coswig und Leipzig erreichte ich zehn vor acht den halleschen Bahnhof. Mancheiner würde sagen, wie bekloppt kann man sein an so einem Tag so einen Hafer zu fahren. Ich jedoch hatte bis auf die eine oder andere stressige Situation einen entspannten Tag. 

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