ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
17.01.2014 SV Grün-Weiß Langeneichstädt - SV Großgräfendorf 2:2, Testspiel
Sportplatz Langeneichstädt, 17 Zuschauer (4 Gäste)
Den Freitag gibt es ja nicht viele Möglichkeiten um den Abend zu gestalten. Entweder man geht arbeiten, betrinkt sich oder man reist eben auf ein Kuhdorf damit man dem runden Leder nachjagen kann. Im Winter gibt es ja nun des öfteren schwere Depressionen wenn man keine Kohle in den Taschen hat oder keine wirklichen Spiele stattfinden. Nach Durchforsten dirverser Internetseiten fiel mir dann aber doch noch der schon etwaslänger auf der Liste stehende Ground in Langeneichstädt auf und ich musste nicht lange überlegen den Abend auf dem Sofa gegen einen Kick zu tauschen. Kollege Christian schloss sich dann auch noch an und zu zweit ging es dann mit dem Auto statt mit dem Zug gen Geiseltal. Leider war es bereits etwas dunkel und so konnte man die doch recht schicken Wahrzeichen der Gemeinde um die Stadtkirche oder dem Wachturm sowie einer Mühle aus dem 16. Jahrhundert nicht mehr wirklich bestaunen. Dies traf dann zum Teil auch auf den Ground zu, denn das Flutlicht, über das dieser verfügt, leuchtet vielleicht gerade noch den Rasen aus und nicht die "Zuschauerränge". Das Auto wurde also geparkt und zehn Minuten vor
dem Anpfiff konnten wir kostenlos den Ground betreten und beschrieben ist er dann auch recht schnell. In Mitten zweier Hänge liegt der Platz der Kreisoblergitruppe, welche in den 70ern immerhin einmal im FDGB-Pokalfinale stand. Hier hat man auf allen Seiten einige Sitzschalen zu bieten die aber keiner weiteren Erwähnung wert sind. Der Biergarten und die anliegende Kneipe sind dann das was man noch nennen kann und die Hänge sind dann leider nur mit Gras bewachsen statt ausgebaut. Gebrauchen tut dies dieser Verein aber sowieso nicht und somit kann man dann eigentlich auch gleich
zum Sportlichen kommen. Der Testkick gegen den eine Klasse tiefer spielenden Holzhackerverein aus Großgräfendorf ist schnell erklärt. Die erste Viertelstunde drückte das Heimteam imens und ging verdient mit 2:0 in Führung, was dann auch den Halbzeitstand bedeutete. Eigentlich war dies bis zu diesem Zeitpunkt nicht gerade verdient, denn irgendwie machte man den Gegner unnötig stark. Der Anschlusstreffer kurz nach Wiederanpfiff kam genau zum richtigen Zeitpunkt und man konnte sich auf Seiten der Gäste sogar noch erlauben einen Elfer Richtung B80 zu ballern. Mit dem Abfiff war der Ball aber dennoch drin und so stand es am Ende unentschieden und das obwohl der Gast durchaus der verdiente Sieger hätte sein können. Viel mehr gibt es hierzu eigentlich auch nicht zu sagen und sowie hier abgepfiffen wurde hat es mich auch wieder nach Hause verschlagen. Erwähnenswert ist hier vielleicht noch die Paar Wiener und das lustige Rentnerpublikum welches das Bier während den Halbzeiten lieber auf der Heizung schal werden lässt statt auszutrinken. Insgesamt war alles besser als zu Hause zu vergammeln.