ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
12.05.2006 1. FC Lok Leipzig - FC United of Manchester 4:4, Freundschaftsspiel
Bruno-Plache-Stadion, 7600 Zuschauer (etwa 400 Gäste)
Es ist schon was Besonderes was die Jungs in Leipzig nach der Pleite vom VfB auf die Beine gestellt haben. Genauso erstaunlich ist die Tatsache, dass es im kommerziellen Fussballscheichland England noch Fans mit Versatnd gibt. So stellten die neuen Verantwortlichen von Lok ein Spiel gegen den von ausschließlich Fussballfans gegründeten FC United of Manchester auf die Beine. Da es ein Ami auf fremden Pfad für nötig hält den Familienverein Manchester United zu zerstören, gründeten die Anhänger schnell mal einen eigenen Verein und schlossen mit dem großen Club ab. Schluss mit dieser Sport zerstörenden Kommerzielisierung und Schluss mit dem um sich werfen von Millionen. Da beide Clubs ein ähnliches Schicksal verbindet, konnte diese Veranstaltung nur geil werden. Wir zogen es vor eine Weile in der Stadt zu verbringen eh man zum Ground mit der Tram machte. Das Plache Stadion passt natürlich zum Rahmen, ist es doch eines der letzten einfach nur genial aussehenden Überbleibsel des DDR Fussballs. Eine schicke große Holztribüne ziert das Gelände. Drumherum hat man zum
Teil gammlige Stufen und vier schöne Maste runden das Ganze ab. Einfach ne schöne Hütte. Zum Sportlichen kann man eigentlich nicht viel verlieren, außer dass die Engländer für einen Zehntligisten schon ordentlich Technik besitzen. Mehrmals ging man in Führung eh Lok das spiel drehte. Manchester kam noch zum Ausgleich aber ich denke das hat hier keinen so wirklich interessiert. Die Stimmung im Heimbereich hat halt noch die typischen Merkmale wie einst. In jedem Block hat man eine Gruppe die so ein bisl ihr eigenes Süppchen kocht und man kann halt immerwieder die These bestätigen, dass Lok einfach kein Verein ist zu dem eine Stimmungskurve passt. Die Gäste waren mit dem kompletten Haufen am Machen. brachten schöne typisch englische Gesänge unters Volk. Es ist halt nicht jedermanns Sache, was da so geboten wird, aber die Leidenschaft die im britischen Fussball so an den Tag gelegt wird ist schon etwas zum neidisch werden. Nicht nur sportlich sondern halt auch auf den Rängen gingen die Punkte klar auf die Insel, aber wen bitte hat das heute interessiert. Ich war froh dabei gewesen zu sein und ich bin froh zu sehen dass der Sport doch noch nicht tot ist!