ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
07.08.2010 SV Arminia Hannover - FC St. Pauli 0:6, Freundschaftsspiel
Rudolf-Kalweit-Stadion, 3520 Zuschauer (um die 1000 Gäste)
Es war mal wieder an der Zeit einer lieblichen Bekanntschaft aus Hannover einen Besuch abzustatten. Wie gut trifft es sich da, dass sie natürlich mindestens genau so crazy ist wenn es um Fussball geht und wie gut trifft es sich, dass zwei ganz ordentliche Kicks in richtig schicken Stadien stattfinden. So machte ich mich mit dem Zug Richtung Niedersachsen. Nachdem man ein bissl entspannt hat und in schöner Natur einen Imbiss zu sich nahm ging es zum Ground der Begierde für den heutigen Tag., und zwar zum Ground von Arminia Hannover. Das Rudolf Kalweit Stadion find ich persönlich sehr hübsch. Eine überdachte Tribüne ist hier vorhanden und der Rest besteht aus Stufen die an manchen Stellen schon komplett zugewuchert sind. Ich sage es immer wieder, schön dass es so was noch gibt. 10 Euro Eintritt für so ein Testkick, dazu noch für einen Stehplatz ist schon etwas krass gewesen. Obendrein überteuerte Getränke und keinen Schatten, naja. Das Spiel war mehr als schleppend. Arminia hatte den Tag vorher den Saisonauftakt in Meppen gewonnen und Pauli ist wohl noch zu sehr im Training. Arminia schoss nicht einmal auf den Kasten und Pauli wachte erst zur zweiten Halbzeit auf. In dieser fielen dann fünf der sechs Treffer und man kann hier wahrlich nicht von Bundesligaform sprechen. Wo der Stadionsprecher die 3520 Zuschauer gesehen haben will ist bis heute ein Rätsel. Stimmung gabs von ein paar Arminiafans hinter dem Tor, war aber nichts Weltbewegendes. Die Gäste waren mit Sack und Pack angereist, darunter das urvolktypische Pack vom Millerntor, welches auf keine Fall ein zu Hause haben dürfte aber Fußballspiele besucht hehe. Bis auf die lustigen Balljungen, die sich selbst während des Spiels von den Spielern die auf dem Feld standen Autogramme holen wollten wäre hier nichts mehr zum Erwähnen geeignet. Danach machte wir uns noch nen Bunten und Abends ging es noch in die Stadt. Am nächsten Morgen hieß es dann ein paar Kilometer mehr auf sich zu nehmen und mit dem Auto ging es nach Hildesheim…
08.08.2010 VfV Borussia 06 Hildesheim - TSV Ottersberg 2:0
Friedrich-Ebert-Stadion, 200 Zuschauer (18 Gäste)
Mehrmals hatten wir uns verfahren. Irgendwie gingen hier alle Straßen in alle Richtungen. Dazu gab es noch Baustellen ohne Ende und komisch geschaltete Ampeln. Durch einen dummen aber auch glücklichen Zufall standen wir plötzlich vorm Stadion wie auch immer es dazu kam. Wir hatten noch Zeit als ließ man es ruhig angehen, besichtigte den Ground und ließ sich auf Diskussionen mit älteren Herren ein die sich unbedingt vordrängeln wollten, naja. Das Friedrich Ebert Stadion gefällt mir richtig gut. Eine überdachte Holztribüne und ringsherum Stufen sind für einen Oberligisten natürlich mehr als ausreichend. 6 Euro Stehplatzkarten riss man sich unter den Nagel und erforschte das weite Rund. An der Tribüne stand ein witziger Typ mit Vip Ausweis und Anzug mit Krawatte. Dieser kontrollierte die Karten nach Sitz oder Stehplatz. Als ich fragte ob ich eine Nahaufnahme der Tribüne machen dürfte und durch darf sagte der nicht wirklich „aber natürlich sie können ihre Groundhopperbilder schießen“ dann fing der an mir die Geschichte des Vereins und des Stadions zu erzählen. z.B. waren es früher 25000 Zuschauerplätze und die Sitzschalen wurden für 5000 Euro aus dem alten Niedersachsenstadion gekauft. Unglaublich hehe. Stimmung gabs auch, welch Überraschung. ein 11 köpfiger Haufen platzierte sich mit drei Trommeln neben der Tribüne und brachte Lieder unters Volk, ich fands gut und auch lustig zugleich. Das Spiel war recht gut. Hildesheim hatte alles im Griff und ließ nie was anbrennen. Am Ende hätte man zwei Tore mehr schießen müssen aber es hat nicht sollen sein. Das 2:0 reicht für den Oberligastart aber allemal aus und zudem hat man den Vorjahresdritten geschlagen. Nach dem Spiel hieß es gemütlich zurück nach Hannover. Dort ließen wir den Tag ausklingen ehe ich zum Bahnhof musste und wieder Richtung hallesche Heimat machte.