ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
29.08.2009 FC Stahl Brandenburg - Eisenhüttenstädter FC Stahl 1:7, Verbandsliga Brandenburg
Stadion am Quenz, 255 Zuschauer (6 Gäste)
Es ist unglaublich schade, dass diese beiden Vereine so weit abgerutscht sind und zum Teil noch um die Sechstklassigkeit kämpfen müssen. Gegen Ende der DDR käpften beide Kontrahenten noch um den Einzug in den UEFA-Cup und nun muss man sich den Quenz vor verstaubten Rängen geben. Zu dritt machten wir uns also mit dem Auto nach Brandenburg um einen der geilsten Grounds des Landes zu besuchen. Nach dem man noch schnell einkaufen war, sich verpflegte und man noch nen guten Schluck aus dem Glas nahm, ging ges zum Stadion, welches wie gesagt eines der geilsten Kisten in Brandenburg ist, wenn nicht sogar DAS geilste. Man findet zwei größere Tribünen vor, die mit alten Sitzbänken bestückt sind. In den Kurven hat man alte Stufen mit Wellenbrechern und vier große Giraffenmasten, die es auch im alten RHS von Dresden gab, runden das Teil ab. Zudem hat man nen geilen alten Sprecherturm und ne wuchtige Anzeigetafel, welche noch komplett manuel betrieben wird. Gefällt mir richtig gut und hat mich sicherlich auch nicht zum letzten mal gesehen. Tja das Spiel, es war sehr torreich und sehr sehr bitter für Brandenburg. Man ging
hier sogar in Führung ehe die Gäste vier Buden in elf Minuten versenkten. Zur Halbzeit stand es bereits 1:5 und es zeugt von großen Sportgeist, dass man nach so einer Halbzeit überhaupt noch den Mut hat zurück aufs Feld zu gehen. Mit dem Wiederanpfiff begann das Leiden von vorne. Einem Platzverweis folgte nun ein Elfer der immerhin noch entschärft wurde. auf der Gegenseite schaffte man es aber genauso wenig einen geschenkten Elfer zu verwandeln. Mitlerweile war der vierte Brandenburger Stürmer auf dem Feld und die Gäste nutzten zwei eisklate Konter zum Endstand, Wahnsinn! Die paar Hanseln die auf der Tribüne saßen nahmens mit Humor und blieben allesamt im Stadion. Immerhin hat ne Karte ja 3,50 Euro gekostet hehe. ein paar Stahlfeuerrufe wurden vernommen und das sehr sehr rechtsangehauchte Publikum war ebenso zu vernehmen wie die Gäste auf der rechten Seite, die es aber kaum wagten bei den Toren zu jubeln. Uns hielt man am Anfang auch für Gäste ehe man erklärte aus Halle zu stammen. Dies stieß auf große Augen und man kam ins Gespräch mit einheimischen Hools, welche nebenbei noch dem BFC die Treue halten. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen und nach dem Spiel gings auch gleich wieder zurück in die Heimat.