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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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ein kleines Urlaubstagebuch Teil 2

16.08.2017 FC Lugano - FC Sankt Gallen 0;1 Schweizer Super League

 

Stadio de Comaredo, 3830 Zuschauer (um die 300 Gäste)

 

...zum Glück konnte ich es dabei verhindern meinen Nachbarplatz jemanden überlassen zu müssen, konnte mich breit machen und nochmal die Augen schließen. Dann erreichte ich Chur und der Fahrer schmiss uns für eine dreiviertelstündige Pause raus, denn er musste schlafen. Es sei ihm gegönnt, immerhin hatte er schon einige hundert Kilometer geschruppt und einen einstündigen Stau mussten wir ha auch noch überstehen. Also einen Gruß an die Liebste

geschickt, rasch noch etwas eingekauft und Geld gewechselt, ehe der Bus dann wieder bestiegen wurde und man so langsam die italienische Schweiz erreichte, welche atemberaubend ist. Voller Berge, mit Burgen übersäht, Palmen und Seen. Hier kann mans aushalten! Dann jedoch erreichten wir endlich Lugano, schckierenderweise aber nicht am Bahnhof, sondern direkt hinter dem Stadion. Auf Nachfrage erklärte man mir, der Bahnhof sei für Busse gesperrt. Na sehr schön, nur noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Anstoß und der Bahnhof bzw. das gebuchte Hostel waren jeweils 3Km entfernt...Was also tun? Richtig, mit Sack und Pack das Stadion betreten, wo ich bereits im Vorfeld eine Stehplatzkarte für kranke 24 Franken im Netz kaufte und diese dann vorzeigte. Wi schön, dass wenigstens einer hier deutsch sprach und ich dem Herren irgendwie verklickern musste ob ich denn mein Gepäck irgendwo einschließen lassen kann. Verwirrte Blicke und einen Moment später sagte man mir, es wird darauf aufgepasst, allerdings nur bis eine Viertelstunde nach Spielende. Na fantastisch, ich bin den Kram los und konnte so den echt schicken Ground betreten. Eine große Tribüne mit Dach, vier große Masten, ringsherum Berge, beide Torseiten ausgebaut und eine Hauptseite mit Stehplätzen und einem Dach sowie Sitzschalen. Seinen Länderpunkt in der Schweiz, der nun endlich einmal fällt kann man sicherlich schlechter machen. Auch so ist es schon recht peinlich für mich selbst nach all den Jahren erst jetzt mal hier in diesem schönen Land zum Fußball zu gehen. Was mich bisher daran hinderte? Ich kann es eigentlich gar nicht beantworten und eigentlich spielt es auch keine Rolle. Denn ich bin hier, Gäste waren auch da und nach dem sich das Stadion langsam füllte gabs per Markenkauf (auch noch nicht gesehen) ein Bier und einen Burger für utopische Preise. Bereits jetzt merkte ich, diese Reise wird nicht billig :-D  und eigentlich wars mir auch egal. Geschmeckt hats ja und weil ich die 24 Franken für echt krank einstufte, erhaschte ich mir einen Platz auf den Sitzplätzen ohne das es jemand merkte. Also saß ich erste Reihe und der echt müde Kick konnte dann auch starten. Dabei machten beide

bei Standarts eigentlich immer eine gute Figur und während Sankt Gallen immer mal Nadelstiche setzen konnte, verlagerte sich Lugano ehr auf Zufallsprodukte. Drin zappelte der Ball bei der mangelnden Chancenverwertung aber erst kurz vor Schluss im Netz, was den Gästen für den Kampf um Europaplätze sicherlich weeiterhelfen würde. Denn so gewann der älteste Club der Schweiz dieses Auswärtsspiel, was die mitgereisten Fans natürlich für einen Moment von ihren "Boykott?" anbbrachte. Warum man die Fahnen verkehrt aufhing weiß ich nicht, gesungen hat man trotzdem und sogar ein paar Fackeln erblickten den Abendhimmel. Dazu wurde ein Banner gezeigt was ich nicht richtig erkannte, ob es nur ein Schutz für die Pyrotechniker war? Die Experten werden es mir sagen können. Jedenfalls war die Reise zum Mittwoch sicherlich lang für die Truppe, die einen guten Auftritt hingelegt haben. Auch die Heimseite war mit einigen Leuten gut dabei, man verließ sich auf die Stimme und auf ein paar Schwenkelemente, verzichtete ansonsten aber auf optische Hilfsmittel. Auch dieser Auftritt war für Schweizer Verhältnisse ordentlich und somit könnte man sagen, dass ich mir nicht die schlechteste Begegnung ausgesucht habe. Insgesamt war der Länderpunkt dann also im Sack, es ist wunderbar, dass man ausgerechnet Mittwochs kickte und nach dem hier Schluss war erhaschte ich noch schnell mein Gepäck und musste nun zusehen wie ich denn zu meinem Hostel gelangen werde. Immerhin liegt die echt schöne Anlage imkl Pool und Parkanlage auf dem Hügel und somit musste ein Taxi herhalten. Schön, doch ohne ein Wort italienisch? Hmm, hilft nur englisch und ein Versuch den richtigen Treffpunkt am Telefon zu erklären. Geklappt hat es trotzdem, dennoch ist die Straße, zu der ich wollte, dreimal vertreten und immer mit einer anderen PLZ vershen. Schön, dass das Taxometer weiterlief und der Trollo sich erstmal gemütlich erkundigte wo denn genau die Straße ist. Erst der blöde Fahrgast aus Deutschland hielt ihm dann ein Navi unter die Nase und erklärte wo er denn langzufahren hat! Unglaublich! Doch angekommen bin ich irgendwann und der abend war eigentlich noch jung. Daher hieß es dem Typen seine 27 Franken zuzuwerfen und das Zimmer zu beziehen. Hier wartete ein hübsches Zimmer mit Terrasse und wundervollen Ausblick auf mich, ich zog es dennoch erst einmal vor zu duschen und noch einmal in die Stadt zu gehen. Denn die nette Dame am Empfang hatte zusätzlich zum Zimmer ein Ticket parat, was für den kompletten Canton Tessin dazu ermächtigt Züge und Busse zu nutzen. Und zwar kostenlos! Richtig geil! Also auf in die Altstadt und ihrer wunderschönen sizilanischen Häsuergassen. Auf zum berühmten Luganosee, der in der Nacht ein pures Maß an Entspannung ausstrahlte und auch wenn man dieses Gefühl lieber zu zweit genießen sollte, ich bin nicht das letzte Mal da gewesen! Nach dem es also noch einen Absacker in einem Pub gab, gings für mich wieder ins Hostel und in mein Bett. Denn geschlaucht hat der Tag doch schon etwas und immerhin wartete eine vierstündige Zugfahrt auf mich, die mich am nächsten Tag nach Liechtenstein bringen sollte. Denn in Schaan hatte ich das nächste Hotel bezogen und das für ganze drei Tage. Bevor es aber soweit war genoss ich auch am helligen Tage einen Blick auf den See und weil es so schön war, auch gleich noch eine Rundfahrt mit dem Schiff. Dabei legte man an verschiedenen Orten an und wie ich schon erwähnte, dieser Ort sieht mich nicht zum letzten Mal!

 

...So ging es dann also auf nach Schaan mit dem Zug und mit dem Bus, der für realtiv wenig Geld quer durch Liechtenstein fährt. Quasi von der Schweizer Grenze bis zur Österreichischen. So gings dann am späten Nachmittag nach meiner Ankunft in das Youth Hostel, was eigentlich einer Jugendherberge ähnelt und so bezog ich als einziger (!) Gast im ganzen Komplex das Zimmer und genoss noch etwas den Abend in Mitten der Berge auf einem Liegestuhl und nem Pivo! Denn jetzt bin ich wirklich erst einmal angekommen, der Tag war ohne ein Spiel geplant und somit hatte ich etwas Zeit auch mal die Kultur des Landes und der Umgebung einzuatmen. Ob es jetzt ein kleiner Ausflug nach Vaduz war und meiner dämlichen Entschedung tatsächlich 800m den Berg hinauf zu steigen...nur um dann festzustellen, dass die Burg der Stadt immer noch bewohnt ist und keiner Besucher erwünscht sind. Auf Nummer sicher geht man dabei an jeder Ecke, denn erst auf dem Rückweg durfte ich aller fünf Meter irgendwo lesen, dass keine Besichtigungen auf dem Fürstenanwesen möglich sind. Nun ok, Neid machte sich breit, denn mein Leben lang träumte ich von einer eigenen Burg und zumindest konnte ich diese von Außen betrachten. Diese Berge, das Grün, die Menschen und die ruhe, es ist einfach fantastisch hier und es muss auch mal erwähnt werden, dass man in diesem Land erfolgreich unter sich bleibt, es sollten sich andere mal Gedanken darüber machen! Nun gut, der nächste Tag brach dann trotzdem an und dieser wurde nicht nur mit einem Spiel ausgefüllt, sondern auch mit einigen Besuchen von kulurellen Standorten. So ging es bereits am Vormittag mit dem Bus nach Sargans in der Schweiz, wo nicht nur die Römer das Cgristentum (leider) nach Germanien brachten, sondern mit dem Gonzen, dem Schloss Sargans und mit der Bergbauregion Einiges aufgeboten wurde, was zumindest mein Herz höher schlagen lässt! So genoss ich einen Blick auf das Schloss und so genoss ich außerdem ein leckeres nationales Gericht auf der Terrasse mit herrlichem Blick ins Tal. Zwar überteuert, aber hey, wir alle leben nur einmal! Gesättigt und mit nem Bierchen abgefüllt war es also noch an der Zeit das Museum des Schlosses zu besuchen, wo man liebevoll seine Traditionen darbot und ich aus dem Staunen nicht mehr raus kam. Mein Herz schlägt höher, denn genau das ist es was ich liebe. Nur noch eine kurze Diskussion mit der Museumsdirektorin hatte ich geführt, wo man mir dann auch noch den Einblick ins Sozialwesen der Schweizer verschaffte und ich musste sage, alle die denken ihnen geht es weit besser als den Deutschen, die haben sich kräftig geschnitten! Aber auch das hatte irgendwann ein Ende, der Tag jedoch noch nicht! So gings zufrieden wieder Richtung Bus und bei brutalen Temperaturen Richtung Buchs. An dieser Stelle möchte ich mich bei Tobias Bürzle bedanken, der mir im Vorfeld richtig gute Tipps gab und ich so den Freitagabend nicht nur ein Spiel schauen konnte, sondern mit dem Schloss Werdenberg in Buchs auch noch ein kleines Ausflugsziel hatte. Dabei stechen die Fachwerkhäuser auf ihren Holzstelzen und natürlich die Weinberge heraus. Schade joch ist, dass man frei nach deutschem Vorbild das Schloss verschandelt, in dem man aus einem historischem Burghof ein Kino gebastelt hat. Naja, irgendwo gibts immer einen Haken und so schenkte ich mir auch das Museum, welches ohnhin nur im März und Oktober zu Sonderausstellungen besuchbar ist. So hatte der kulurelle Teil auch sein Ende gefunden und der sportliche Teil der Tour sollte wieder in den Vordergrund rücken...

 

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