ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!
18.08.2017 FC Buchs - FC Küttingen 1:3, 3. Liga Gruppe 1
Sportplatz Rheinau, 89 Zuschauer (keine Gäste)











....auf ging es also auf den Weg durch den Wald, immer am Fluss entlang und Richtung Ground vom FC Buchs. Diesen erreichte ich gut eine Stunde vor dem Anpfiff und hatte so noch etwas Zeit den Platz kostenlos zu betreten. Einen Ausbau gibts hier nicht, lediglich ein paar Flutlichter und natürlich die Lage im Tal zwischen den Bergen ist schön anzusehen. Eine elektrische Anzeige hat man auch, in Betreib war diese aber wohl lange nicht mehr. Nun machte ich halt noch ein paar Bildchen, gönnte mir ne Dose Budweiser in der Kneipe und gesellte mich auf einen kleinen Hügel neben dem Platz. Von dort aus bemerkte man recht schnell, dass sich am Himmel etwas zusammenbraute, da aber die einheimische Bevölkerung

lächelns abwinkte und man meinte "regnet sich über den Bergen ab" sagte ich mir so, wird schon nicht schlimm werden. Pustekuchen!! Der Schiri pfiff an und genau zwei Minuten später wieder ab, denn die Spieler wurden bei schwer einsetzendem Gewitter dazu verdonnert erst die Äste vom Spielfeld zu räumen und dann in die Kabinen zu verschwinden. Nach dem sich dann aber alles etwas wieder beruhigte holte der Mann an der Pfeife die Spieler wieder zurück und bei Starkregen spielte man die Schlammschlacht zu Ende, in der sich die Gäste etwas besser anstellten. Nach einer Zweitoreführung kassierte man zwar den Anschluss, war aber in allen Belangen überlegen und schaukelte das Ding bei unmöglichen Bedingungen nach Hause. mehr gibts dazu einfach nicht zu sagen, da ich mich mittlerweile lieber unter ein Dach in der Kneipe verzog rätselte ich bereits während der Halbzeit ob es denn klug ist bei diesem Unwetter 2,5km zum Bahnhof zu latschen und dann noch nach Schaan zu müssen oder ob es vielleicht besser ist ein Taxi zurufen, zumal mein Akku vom Handy leer war und ich gut tausend Kilometer entfernt davon bin mich irgendwo auszukennen. Also mit der letzten Energie ein txi bestellt und nach dem das Geknödel hier vorbei war zog ich es lieber vor noch einmal in den Geldbeutel zu greifen. Dass der gute Mann sich dann aber von einer Baustelle aufhalten ließ statt einen Umweg zu fahren, kotzte einen dann richtig an. Denn er sagte zwar 100m in die und die Richtung, aber dunkel?, Gewitter und Sturm? fremdes Land? kein Akku? Nun ja, er wollte einfach nicht mit sich reden lassen und nach dem man sich auf einen Festpreis einigte fuhr er lieber wieder nach Hause, statt mich vor der Tür abzusetzen. Den Weg in Richtung Unterkunft fand ich aber trotzdem noch und so musste ich keinen Einheimischen aus dem Bett klingeln und nach dem Weg fragen :-D Angekommen im Hostel war ich dann doch nicht mehr ganz so allein und so langsam füllte sich der Komplex mit Afrikanern und Familien. Erstere zogen es dann also auch hier in diesem Land vor sich daneben zu benehmen, an diesem Abend jedoch sollte es noch gehen, was nicht lange Bestand hatte..jedenfalls fiel ich in mein Bett, immerhin war ich den ganzen Tag auf Tour. Mit vielen Eindrücken über die Geschichte des Landes, einem Chaoskick und einiger guter Laune. Doch am nächsten Tag sollte es genau da weitergehen. Mit genau einer solchen kulturellen Begegnung, einem weiteren Länderpunkt und sogar zwei sportlichen "Events" ....











19.08.2017
15.00Uhr: FC Triesen U19 - FC Sargans U19 2:4, Junioren A 2. Stärkeklasse
Sportanlage Blumenau, 77 Zuschauer (etwa 15 Gäste)
....so führte mich der Weg also nach Triesen. Wieder mit dem Bus quasi vorm Hotel los und direkt in die verschlafene, kleine Stadt, wo der Länderpunkt für Liechtenstein fallen sollte. Da ich aber noch etwas Zeit hatte, genoss ich noch etwas die Berge, gönnte mir ein Bierchen und

da der Rhein direkt neben dem Stadion fließt, genoss ich noch etwas die wiederkehrende Sonne, welche es den ganzen Morgen nicht gab. Denn die ganze Nacht hatte es vom Himmel geweint und dadurch besorgte mich auch etwas die Fähigkeit der Plätze dem vielen Nass zu trotzen. Doch allen Befürchtungen zum Trotz, hierzulande scheißt man sich sicherlich nicht gleich in die Hosen wie bei uns und abgetrocknet ist ja auch alles recht schnell. Die Netze waren meiner Ankunft gespannt und ich hatte noch etwas Zeit der ganzen Anlage mal einen Blick zu schenken. Dadurch bemerkte man recht schnell, mit ganzen vier Plätzen ist es doch ein recht großer Komplex und die das Hauptfeld hatte laut älteren Fotos sogar eine überdachte Tribüne. Hmm, diese suchte ich allerdings vergeblich, denn sie wurde abgerissen und durch eine einfache Terrasse ersetzt. Schade eigentlich, denn dadurch ist der Rest quasi nur ein Sportplatz mit einem Graswall drumherum. Aber sei es drum, auch diese Grounds müssen gemacht werden und nach dem keiner Eintritt verlangte betrat ich dann auch den Biergarten, der an der Terrasse angrenzte und die kulinarische Vielfalt ließ einen gleich zweierlei Dinge bestellen. Einmal Pommes und einen Hot Dog. So ist das halt wenn man nicht besonders viel frühstückt und lieber im Stadion deniert :-D Geschmeckt hats jedenfalls und so gesellte ich mich auf einen Grashügel, denn der Kick nun beginnen. Bei diesem agierten die Gäste immer einen Schritt schneller, kassierten zwar die Führung von Triesen, doch konnten sie relativ mühelos zu einer 2:1 Führung biegen. Da nun auch noch das dritte und vierte Tor fiel, blieb dem Heimteam bis zum Schluss nur noch der Anschluss und die Niederlage, welche sicherlich auch verdient gewesen ist.Insgesamt wars hier recht langweilig, aber die Anlage und natürlich die Lage ist recht hübsch, vom Acker machte ich mich dann aber trotzdem schnellstens, denn fünf Minuten nach dem Abpfiff fuhr der Bus weiter Richtung Balzers, wo der letzte Kick des Tages und eine kleine kulutrelle Erfahrung auf mich warten sollte...



















19.30Uhr: FC Balzers - FC Tuggen 0:3, 1. Liga Gruppe 3
Sportanlage Rheinau, 104 Zuschauer (etwa 20 Gäste)





















....den Bus erwischt, gerade so und auf gings nach Balzers, welches wirklich eines der schönsten Orte Liechtensteins darstellen dürfte. In Mitten der Berge befindet sich zudem die Burg Gutenberg mit ihrer gut 6000 Jahre alten Geschichte. Diese musste natürlich besucht werden und da Funde sogar Zeiten aus der Bronzezeit wiedergeben, ist ein Besuch dieser recht schicken Anlage Pflicht für alle die sich dafür interessieren. Auch einer der ältesten Kapellen findet man hier, reingekommen bin ich zu meiner Besuchszeit aber leider nicht mehr. So blieb ganz einfach nur der Hof und die Außenparks sowie die ganze Natur im Allgemeinen

drumherum. Herrlich! Als dann aber die Zeit so langsam nahte und auch etwas wieder der Regen einsetzte, hieß es für mich gut 2km wieder bergab zu marschieren und Richtung Ground des FC Balzers. Dieser wurde auch recht pünktlich erreicht und fürs Betreten der Anlage knöpfte man mir erst einmal 10 Franken ab, wofür ich aber zumindest eine schicke Karte erhielt. Also auf gings auf den Hauptplatz der auf einer Seite mit Sitzschalen ausgebaut ist und der Biergarten mit Bier und Wurstangeboten dürfte dabei auch herausstechen. Ansonsten gibts hier nur noch ne elektrische Anzeige und einfache Wiese drumherum. Insgesamt aber ne nette Anlage, die natürlich auch wieder mit seiner geilen Lage punkten durfte! Der Kick begann dann genau so pünktlich wie, wie am Freitag auch, ein Gewitter einsetzte. Allerdings nicht so heftig, unterstellen musste ich mich dann aber lieber trotzdem :-D Auf dem Rasen gings dann ehr nicht so stürmisch ab, zumindest zu Beginn. Die Gäste hatten aber jederzeit alles im Griff und irgendwann folgten dann auch drei schnelle Tore, die vielleicht etwas zu viel waren, aber das ist Fußball. Ich denke also, dass die Gäste verdient drei Punkte aus Balzers entführten und somit war dann nicht nur der Kick hier vorbei, sondern auch meine Abreise in Richtung Hostel stand an. Also auf zum Bus, und nochmal direkt durch die Gewitterfront, ehe ich dann auch mein Zimmer erreichte und das ganze Gebäude urplötzlich voll mit Leuten verschiedener Nationen war. Irgendwie fühlte ich mich schon wieder wie in Deutschland, zumal es ein Zimmer weiter dann auch die afrikanischen Fachkräfte für nötig hielten im Zimmer bis halb fünf Morgens Party zu schieben und zu randalieren. Das führte sogar dazu, dass einige andere Gäste im Flur und im TV Raum auf dem Sofa schliefen um überhaupt in Auge zuzukriegen. Aber alles ist wertvoller als Gold, auch in Liechtenstein und somit hatte meine Reise in dieses wunderschöne Land ein ehr unrühmliches Ende gefunden und ich entschied mich dazu bereits gegen halb sechs meine Klamotten zu packen und abzureisen. Den Schlüssel entsorgte ich noch rasch im Briefkasten und auf gings zum Bus Richtung Feldkirch. Denn der Sonntag sollte noch in Österreich verbracht werden ehe es wieder in die Bunte Republik gehen sollte...














20.08.2017
10.30Uhr: Schwarz Weiß Bregenz - FC Lauterach 2:2, Landesliga Vorarlberg
Casino Stadion, 411 Zuschauer (etwa 70 Gäste)

















....dabei merkte man sofort, man hat die Grenze Richtung Eureoland übertreten, denn ich bin bis Feldkirch durchgefahren. Hier gab es zehnmal so viele Dönerläden wie in den letzten sechs Tagen zusammen besichtigt worden und auch relativ mehr Gesindel auf den Straßen. Und das schon um 7Uhr in der Früh! Aber ok, meine frühe Abreise aus Liechtenstein hatte nun auch was Gutes. Denn ich war einmal in Feldkirch und konnte so nicht nur den beeindruckenden

Katzenturm besichtigen, der die größte Glocke Österreichs beinhaltet...nein, ich konnte sogar noch einen Abstecher auf die Schattenburg machen und mir den alten Bergfried sowie den Park drumherum anschauen. Das Museum hatte leider seine Pforten erst gegen 10Uhr geöffnet und damit blieb mir der Rittersaal leider verwehrt. Aber nun gut, angewidert hat mich, ähnlich wie die Deutschen, dass man an einem historischen Ort unbedingt Profit rausschlagen muss und so ist auf dem Geschichtsträchtigen Burghof ein Minigolfplatz entstanden...auweia! Aber naja, steckste Geld in ein historisches Gebäude, ziehst ne Mauer drum und verlangst Kohle dafür. Typisch! Den Ort musste ich dann also schnellstens wieder verlassen, denn recht hopperfreundliche Anstoßzeiten erwarteten mich heute noch in der Landesliga Vorarlberg. So hieß es nun, auf nach Bregenz mit dem Zug. An den Bodensee und dem ortsansässigen

Verein Schwarz-Weiß. Ich denke vom Ground her dürfte das der Höhepunkt der Tour dargestellt haben und bereits um halb Elf ist ja Anstoß. Passt! Also gings nach Ankunft in
Bregenz erst einmal daran das Gepäck zu verschließen, bevor ich wieder ein Stadion vollbepackt bertreten muss und danach nahm ich die Füße unter die Schultern Richtung Stadion. Am Casino Stadion gut 40min vor dem Anstoß angekommen, gabs ne schicke Karte für 6Euro und so hatte ich genug Zeit nicht nur den kompletten Fressboulevard zu bewundern, sondern auch den Ground. Hier bietet man dem Fan zwei überdachte Tribünen und ausgebaute Kurven mit Stufen und Sitzschalen. Vier Masten runden den geschichtsträchtigen Ground ab, welcher sehr zu gefallen weiß. Leider aber sind hier Bundesligazeiten lange her, von der Größe der Stadt, der Lage und dem Stadion her gehört dieser Verein aber einfach nicht in diese Liga. Aber so ist das manchmal, andere, auch in Deutschland, trifft es noch härter. Schade! Gefüllt wars dann also ehr nicht, denn kaum einen dürfte das Geknödel interessieren was hier abgeliefert wird. Bevor aber der Kick begann bestellte ich noch nen Broiler am Hähnchengrillfritzen. Der Blick des Ösis nach meiner typisch ostdeutschen Bestellung war Gold wert und so war der erste Spaß am Morgen köstlich belächelt worden. Nun aber betraten beide Mannschaften das Feld und der recht abwechslungsreiche Kick konnte beginnen. Mehr vom Spiel hatte der Gast welcher mehr Möglichkeiten besaß und

kurz vor der Pause per Elfer die Führung erlangte. Bregenz aber kam besser in die zweite Hälfte, drehte das Spiel auf 2:1 und musste sich am Ende aber schließlich doch mit dem sehenswerten Ausgleich begnügen. Ich denke daher, dass das Ergebnis in Ordnung geht, interessiert hat es jedenfalls alle außer mich. Krass fand ich zudem wie in der Halbzeit per Losverfahren die Sponsoren für das Trikot gewählt wurden und man sich dabei sogar ne Losfee an Land zog, die nicht gerade gut informiert war und Lauterach als vermeidlichen Derbygegner freundlich begrüßte. Das zog natürlich den Unmut der paar Hanseln im "Ultrablock" der Supporters Bregenz auf sich, welche zu Beginn eine Fackel zündeten und mit ein paar Schwenkelementen auf sich aufmerksam machten. Immerhin gabs ein bissl Stimmung im fast leeren Stadion und weiteren Fackeln nach den beiden Toren. Dass der Linienrichter noch vom Feinsten bepöbelt wurde und auch die anwesenden Gästefans, welche ruhig auf der Tribüne saßen, ließ dann aber schon ein Lächeln in mein Gesicht wandern. Nichtsdestotrotz war dann auch hier irgendwann Feierabend und da ich eigentlich noch zwei Kicks vor mir hatte statt dem einen, gönnte ich mir nur einen kurzen Besuch am Bodensee und ließ etwas die Seele baumeln bevor es ins sehr sehr idyllische Andelsbuch gehen sollte...














15.00Uhr FC Andelsbuch 1B - FC Au 0:0, 3. Landesklasse Vorarlberg
Stadion an der Bezegg, 124 Zuschauer (etwa 15 Gäste)

....natürlich geschah auch das per Zug und Bus und so gings zunächst nach Dornbirn und per Bus weiter in die grüne Pampa nach Andelsbuch. Hier überhaupt erstmal angekommen zu sein grenzt an einem Wunder. Es war nämlich schon irgendwie völlig krank einen voll besetzten Linienbus durch die Berge zu prügeln, während man auf beiden Seiten keine Leitplanken hat. Mir ist dabei schon irgendwie anders geworden, aber ich bin ja noch hier und schreibe diese

Zeilen. Ich habe es also überlebt. Die richtige Haltestelle zu finden war dann auch ein Glücksgriff, nur als mir ein Vereinswerbeschild auffiel konnte ich erkennen, dass hier überhaupt eine Sportveranstaltung ansteht. Also Halteknopf und raus am Brühel, das Navi zur Hand und tatsächlich, es waren gerade 600m bis zum Ground an der Bezegg. Auf gings also über eine kleine Schotterpiste zum Ground, wo eigentlich die Zweite vom FC Andelsbuch auf dem Kuntrasen spielen sollte und danach die Erste auf dem Hauptplatz. Doch auf dem Kuntrasen war nix zu sehen, sondern nach Info eines einheimischen spielen beide auf dem Hauptplatz. Na so ne Scheiße, da spare ich mir doch lieber das eine Spiel und mache dafür noch nen Lenzen danach dachte ich mir. Immerhin gibts hier keine richtigen Karten und für die Zweite wollte keiner Kohle. Also hat das Ganze auch was Gutes und so gesellte ich mich halt zum Landesklasse, statt zum Landesligaspielchen. Die Kneipe hatte ne Wurst für mich zu bieten und voll wars ja auch relativ. Der Ground hat ein kleines Dach auf einer seite und immerhin ne elektrische Anzeige. Der Rest ist grün, bergig und idyllisch. Nix Dolles also, aber doch recht gemütlich. Die Mannschaften liefen dann auch recht bald auf und den Kick an sich konnte man nun wirklich in die Tonne kloppen. Als ob man sich absprach und der Torhüter keine Wechselwäsche dabei hatte, beide Keeper jedenfalls dürften das selbe Trikot nächste Woche nochmal tragen :-D Kaum ein Torschuss, ehr flogen die Bälle den Hügel runter. Fehlpässe und Geschiebe. Das dürfte dann so ziemlich den letzten Kick dieser Tour erklären, aber immerhin hatte ich so nen weiteren Landesligaground in der Tasche. Viel mehr kann und will ich über die letzte kleine Reise gar nicht loswerden und somit gings zum verspätet einkehrende Bus, der ausgerechnet den selben Fahrer hatte und wieder per Bleifuß gings durch die Berge. Allerdings dieses Mal nur bis Egg, wo ein Anschluss bis Bregenz wartete und ich so nicht den Zug besteigen musste. In Bregenz angekommen schnappte ich mir mein Zeug, machte mich über Lindau nach Friedrichshafen und dort hatte ich genug Aufenthalt um nicht nur mit der Liebsten zu telefonieren, sondern mitzubekommen wie erbärmlich und verkommen das Deutsche Vaterland geworden ist. Im Vergleich zu den letzten Tagen ist es schon echt traurig zu sehen, dass ich keine zehn Minuten in der Heimat war und schon angebettelt, bepöbelt und fast ausgeraubt wurde. Nicht einen Volksgenossen sieht man auf den Straßen und wenn dann ehr heimlich an einem vorbei laufend als freundlich grüßend. So hat die Bedeutung Urlaub vom Urlaub tatsächlich eine besondere Bedeutung und ich überlegte lang ob ich nicht umdrehe und zurückfahre, ehe ich mir das hier noch weiter antue. Nun, den Göttern sei Dank, ich konnte mich ablenken am Telefon, bestieg dann doch den Zug nach Ulm und bevor ich von dort per Nachtzug die sechsstündige Reise nach Naumburg antreten konnte, musste ich mich eben erst einmal mit einem Neuankömmling rumstreiten, da er es nicht begreifen WOLLTE, jetzt von meinem reservierten Platz aufstehen zu müssen. Erst als ein Sicherheitsbeamter und der Schaffner einschritt schien er deutsch zu verstehen und verließ den Zug am nächsten Halt. Unglaublich! Nein, er zog kein Messer oder gar ein Beil, aber es wird einem schon anders wenn man bedenkt was gerade in den deutschen Großstädten abgeht!









Bleiben wir aber sportlich und mein Fazit dürfte daher lauten, dass ich, trotz einiger Vorkommnisse, lang keine so schöne Tour mehr hatte. Welche über einige Tage und nicht nur ein Wochenende ging, welche mich nun endlich auch mal wieder neue Länder erkunden ließ und bei der ich auf Völker traf, die es den Deutschen noch vormacht wie man mit seinen Gästen umgeht...diese, die sich natürlich benehmen...wie man untereinander achtet und immer ein Lächeln für andere übrig hat. Bei dieser Tour konnte ich, neben der Leidenschaft Fußball auch meine andere große Leidenschaft ausfüllen und in vollen Zügen genießen...der Architektur historischer Begebenheiten und natürlich die atemberaubende Geschichte eines Landes. Mit all seinen Burgen und der Landschaft dürfte Liechtenstein und auch Teile der Schweiz in Zukunft zu den Ländern zählen die ich regelmäßig besuchen werde. Wenn auch sportlich nicht so auf der Höhe , hatte ich trotzdem durchaus Spaß beim Besuch der spiele und die Vielfalt der Grounds in den unterschiedlichsten Ligen ist auch hier sicherlich groß und unterschiedlich. Ich denke daher, dass der Begriff Urlaub hier mehr als passt und das obwohl ich nicht wie der fettbäuchige Brite oder der deutsche Spießer an nem Strand rumlungere und lieber Einheimisches genieße statt das zu wollen, was ich mir zu Hause auch erfüllen kann. Daher wars mal wieder eine Freude für mich, ich grüße noch rasch das verrückte Pärchen und den Schweizer Kollegen für seine Tipps...Sport frei!