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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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einheitlicher Dreier im Berlin/Brandenburger Gefilde

03.10.2017

 

10.30Uhr: SV Germania 90 Schöneiche U19 - VfB Cottbus 97 U19 0:4, Brandenburgpokal

 

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz, 18 Zuschauer (8 Gäste)

 

Der letzte freie Tag, welcher eigentlich für was Anderes geplant war und es kam wieder alles anders. Nun ja, Karma fickt einen ganz schön in letzter Zeit, doch der Fußball findet wieder vermehrt zu einem. Wie in einem bekannten Film, der legendär ist bereits gesagt...was der Fußball mir gibt, kann mir keine Frau geben! Daher auf zum gepflegten Sport am Tag der angeblichen Einheitsfeier der bunten Republik. Nach kurzem Planen hieß es dann natürlich das Auto besatteln und auf in die Hauptstadt. Aber natürlich nicht um dem Fasching beizuwohnen, sondern um dem runden Leder zu folgen und das sogar dreifach. Also auf nach Berlin, Kollege Felix wartete am Hbf und weil man ja nicht der reichste Staatsbürger ist, haben wir auch noch ne Mitfahrgelegenheit eingesackt, welcher es wohl nicht ganz so fleischig mag. Nun gut, der Pflanzenfresser auf der Rückbank saß die meiste Zeit still auf seinem Platz, hatte wahrscheinlich stets irgendwelche Pazifistenreden auf seinem Kopfhörer und rührte sich eigentlich nur, als auf der Rückbank unser Pausenfutter in Form von Käseknackern lag und der Junge fast anfing zu weinen. Naja, am Zob in Berlin angekommen war er ja auch schon weg und wir konnten uns auf das Wesentliche konzentrieren. Den Anfang sollte dabei Miersdorf/Zeuthen machen. Ein Verbandsligaground Brandenburgs, wo ein U19 Pokalfight ausgetragen werden sollte. Doch Karma und so, ihr versteht...der Gästebus hatte einen Unfall und so kam es eine gute Stunde vor dem Anstoß zur Absage. Dankeschön! Im Zeitalter des Internets gab es aber zum Glück die Möglichkeit zu schauen ob man noch so etwas wie eine Alternative findet und diese wurde in Form des ehmaligen Oberligisten Schöneiche gefunden. Also gings halt dahin, Felix war sich nicht sicher ob er den Nebenplatz hatte oder den Hauptplatz, aber so ging man halt das Risiko ein entweder ein neues Kreuz zu setzen oder halt zum zweiten Mal auf dem Jahnsportplatz aufzuschlagen. Nach kurzem Abstecher in Erkner, wo ein Jugendkick leider auf UMT stattfand, erreichten wir dann aber das Örtchen Schöneiche, wo bereits angepfiffen wurde und wir nach drinnen flitzten. Verpassen tut man vom Ground her aber eh nix, denn eine Reihe Sitzschalen

und ein Gästeblockschild ist das Einzige was man hier erwähnen sollte. Nach einem kurzen Gespräch mit nem Fotografen des Vereins war es dann aber tatsächlich Gewissheit, auf diesem Ground hier, der eigentlich keinerlei Sicherheit oder Blöcke bietet, wurde noch vor Kurzem fünfte Liga gespielt. Doch man zog die Truppe zurück und fängt nun in der Landesliga neu an, dieser Kick hier aber war ohnehin ein U19 Spiel im Landespokal von Brandenburg. Dies verlief mit zwei Toren pro Halbzeit, meckernden Kiddies wo jeder irgendwie die gleiche Frisur trägt und sich später vielleicht auch die Beine rasiert. Grauenhaft! Viel mehr ist dann aber auch nicht erwähnenswert, außer vielleicht, dass der Sieg durchaus in Ordnung geht und der VfB in der nächsten Runde steht. Keine echte Alternative zum schicken Ground in Miersdorf, aber ich komme wieder! Den Hauptgrund dieser Reise, der stand doch sowieso erst jetzt auf dem Plan, denn der ehrwürdige FC Union Berlin hat zu einem Jubeläumsspiel in Spandau zugesagt, wo 25 Jahre Berlin-Liga gefeiert wird. Dies findet dann natürlich auch noch in einem Stadion statt, wo seit elf Jahren kein Fußball mehr gespielt wurde und somit kann man das durchaus mitnehmen...

 

14.00Uhr: BFV Auswahl - 1. FC Union Berlin 0:6, Jubeläumsspiel "25 Jahre Berlin-Liga"

 

Helmut-Schleusner-Stadion, 1140 Zuschauer (die Mehrheit aus Köpenick)

 

....auf also nach Spandau und ins schicke Schleusner-Stadion, wo schon reger Verkehr herrschte und wir eine halbe Stunde vorm Anpfiff das Auto in einem Wohnviertel abstellten. Natürlich öffneten sich genau jetzt die Himmelsschleusen, angepfiffen wird aber sicherlich trotzdem. Also Kaputze hoch und ab zur Kasse, wo man sich nun wirklich keine Mühe gab. Eine Theaterkarte fürn Fünfer? Echt jetzt? Schade, sehr schade! Aber nun ja, die Berliner sind nicht erst seit Kurzem kreativlos oder verschattet, denn ein Abstecher vor dem ersten Kick zum

Flughafen und der damit verbundenen Lachnummer der Nation, ließ einen schon recht heftig mit dem Kopf schütteln. Ich will nicht wissen wie lange ich bereits gearbeitet habe um diesen Irrsinn zu finanzieren! Leerstand und pleite gegangene Firmen dürften dabei nur ein Beispiel sein, die Kartensituation bei diesem Kick hier ist da nur ein Weiteres :-D Nun ja, wir betraten das Innere und die nächste Enttäuschung wartete bereits am Grill. Auf ne geile Berliner Boullette freuste dich und bekommen tust ne lauwarme Pressfleischplatte von Kaufland. Ach man! Das Bier kam dann auch noch 4(!) Euro und schmeckte wie Gulli, also ich weiß ganz gernau warum ich diese Stadt nicht mag! Na wenigstens der Ground mit drei ausgebauten Seiten, vielen Stufen und Sitzschalen riss es etwas raus, so übel besonders ist es aber nun auch wieder nicht. Ich denke die Geschichte die dahinter steckt dürfte mehr kribbeln und so traf man natürlich auch noch einiges an Hopperpotenzial aus Dresden, Berlin und der Weltstadt Wismar sowie München um den Kick zusammen zu verfolgen. Nun gut, der interessierte eigentlich ehr weniger, die zusammengewürfelte Truppe aus der Berlin-Liga wehrte sich aber tapfer gegen den Topgegner aus Liga Zwei. Ich denke mit sechs geschossenen Buden inkl einem Elfer ließ man es aber ehr ruhig angehen und spielte auf Sparflamme, Insgesamt aber ließ man natürlich nix anbrennen und als es dann auch dem Ende hin zuging und die mittlerweile vierte Husche Regen über uns hinwegzog, verabschiedete man den einen oder anderen Kollegen und begab sich direkt nach dem Abpfiff an einen Hinterausgang. Ins VIP Zelt ließ man uns nicht, Ärsche glotzen bei den Prinzessinen die ihre Lieblinge sehen wollten war dann auch vorbei und somit verabredete man noch etwas mit den Jungs aus Wismar zu einem dritten Kick des Tages. Also ab zum Auto und noch einen Abstecher zur Zitadelle Spanau gemacht. Diese hatte allerdings nur noch ne Viertelstunde auf und ein etwas komisch dreiwirkender Berliner wollte noch Eintritt von uns. Hmm nee, dann lieber nur von außen kurz schauen und direkt mal nach Lübars geschaut, wo ebenfalls ein ehmals höherklassiger Club auf einem der tausenden ausgebauten UMT von Berlin ein Heimspiel hat. Zwar wieder nur die U19, dieses Mal aber ein Punktspiel und viele Tore sind bei dem Torverhältnis auch vorausgeplant...

 

 

17.00Uhr: 1. FC Lübars 1962 U19 - SC Borsigwalde U19 1:12 (Spielabbr. 75. min) Landesliga Berlin Staffel 2

 

Sportanlage Schluchseestraße, 29 Zuschauer (4 Gäste)

 

....also auf ins Plattenbauviertel nach Lübars, wo wir zum Kickoff auch angekommen sind, keiner Eintritt haben wollte und Kollege Andre bereits wartete. Also insgesamt zu viert die Anlage betreten, welche mit einer Stufe sowas wie nen Ausbau hat, einen geschlossenen

Biergarten, der mit nem Haltestellenschild versehen ist und, nun ja, vielem internationalen Flair versehen ist. Ansonsten gibts noch ne Beleuchtung und ne Plastewiese. Insgesamt also nicht erwähenswert, aber 17Uhr und ein drittes Spiel...kannste mitnehmen. So amüsierten wir uns dann wie die Kicker von Lübars mal wieder heftig unter die Räder kamen. Dieses mal zwar nicht mit 22 Gegentreffern, aber dafür sogar mit einem erzielten Treffer. Ob es dann am Ende die 22 Gegentore geworden wären weiß man nicht, denn nach einem Blick auf die Uhr sollte eigentlich noch gut 15 Minuten gespielt werden, hat nur keiner mehr. Nach Anfrage beim Schiri hieß es, dass vier Spieler von Lübars verletzt sind und um einen Abbruch gebeten wurde. Wer weiß, vielleicht wollte man sich nur nicht weiter blamieren, einem leidtun können die Bengel nämlich schon. Ertragen konnten wir das Ganze sowieso nur mit Gelächter und einem Bier, was aus einer benachbarten, polnischen Kneipe geolt wurde. Dabei war man sogar zuvorkommend, wollte nicht mit Glasflasche auf den Platz zurück und fragte nach nem Becher. Hmm, wenn das blonde Tittchen deutsch verstanden hätte, wäre es cool, eine zu Hilfe gerufene Angestellte verstand uns zwar, verkaufte aber trotzdem nur Flaschen. Nun gut, dann eben aus der Flasche, am Rande des Spielfeldes hats eh keinen gejuckt. So gabs also doch noch was Flüssiges und bei guten Gesprächen blieben wir noch ein paar Minütchen und die Wege trennten sich. Für Felix und mich hieß es noch einen Fahrgast aus Syrien einzuladen, der seiner Auskunft nach in Nordhausen studiert und fließend deutsch nach zwei Jahren Aufenthalt beherrscht! Ob seine Landsleute diesem Beispiel folgen? Ich bezweifle es stark, sie werden lieber weiterhin dafür sorgen, dass sie nicht weiter willkommen sind. Aber bevor der Mist hier wieder einmal zu tief ins Politische rutscht, komme ich lieber zum Ende, denn pünktlich gegen 21Uhr erreichten wir auch die Hallesche Heimat und insgesamt wars auch heute wieder ein Vergnügen unterwegs zu sein, die freie Zeit mit Fußball zu verbringen und sich nicht weiter die Birne zu zerbrechen. Grüße an sämtliche Kollegen, auf die nächsten Games...Sport frei!

 

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