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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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Ein Balkantagebuch Teil 3

Tag 5.

 

 

Und dieser konnte nicht schöner beginnen. Ich meine ok, ich musste mir die Zähne mit Selter putzen, aber wen bitte interessiert das wenn man aus dem Fenster des Zuges schaut? Mittlerweile erreichten wir das Gebirge und der Zug fuhr im Schneckentempo die Berge rauf. Die Sicht bei aufgehender Sonne auf Berge und Flüsse ist genau so atemberaubend schön wie das was an diesem Tage noch folgen sollte. So erreichten wir Podgorica. Erstaunlich pünktlich wieder einmal und es war gerade kurz nach neun. Fußball sollte es heute nicht geben, dafür aber verließ ich mich auf die Empfehlung meiner Mitfahrer doch einmal mit dem Zug nach Bar zu fahren. Ich sollte nicht enttäuscht werden! So ging es im relativ mickrigen Hauptbahnhof an ein Ticketfenster und holten uns für Witzpreise ein Ticket für hin und zurück nach Bar. Doch da wir noch etwas Zeit hatten, sprang uns natürlich ein kleines Cafe, direkt hinter dem Bahnhof, ins Auge. Hier dachte man sich so, bestellst ein kleines Frühstück mit Kaffee, bekommen hast ein Dreigängemenü mit Eiern, Speck, Salat, Brot und Pommes. Ok, wow! Nicht nur lecker, auch billig und da wir ja nun alle süchtig sind, gabs auch Wlan für Truppe :-D Glücklich und gut angefüllt gings nun ans bezahlen und wieder zum Bahnhof, wo jeden Moment der Zug Richtung Bar einrollte. Zwar spielte das Wetter heute nicht so mit, aber nicht nur die Südliche Adria, auch die Stari Bar hat meine Spannung am kochen gehalten. Also los gings, auch dieses Mal pünktlich, vorbei an herrlichen Seen und schöner Landschaft, erreichten wir die schöne Stadt, welche zwar an sich nix Besonderes zu sein scheint, allerdings oben in den Bergen etwas verbirgt was mich als Historikliebhaber in Glücksgefühle ausbrechen lässt! So hieß es einen Taxifahrer fragen ob er uns mit hoch nimmt, da der Busplan nicht gerade übersichtlich war. Aber den Kerl in seiner völlig geschrotteten Mercedes A-Klasse hat’s sicherlich gefreut etwas Geld zu verdienen. Die Straßen konntest zum Großteil eh vergessen, aber angekommen sind wir trotzdem und somit durften wir das ehemalige Stadtzentrum und die Altstadt „Stari Bar“ bewundern. Auf den Berg gesetzt und viele Kriege überstehend haben die Moslems das ehemalige Christengebiet erobert und bis heute fest in ihrer Hand. Schon im 12. Jahrhundert errichtet war es nicht nur ein prachtvoller Handelsplatz, sondern glänzt allein durch die Stein für Stein errichteten Tunnel, Türme und Mauern, welche sich bis in das Tal herunterziehen. Und Trotzdem hat die Kirche noch ihren Platz und nein, sie schlagen sich nicht den Schädel ein! Denn nur die, ich nenne sie mal Menschen, die zu uns „flüchten“ leben noch hinter dem Mond oder gar im Mittelalter. Hassen Frauen, gönnen ihnen nichts, nutzen sie als Objekte und erzwingen ihnen ihre Kleiderordnung auf. Hier gibt es so was nicht und es war ein beeindruckendes Schauspiel zu sehen, wie neben dem Gesang in der Moschee die Glocken der Kirche erklingen! Insgesamt wars natürlich ein fantastisches Erlebnis für mich, schade dabei ist allerdings, dass es in den Fünfzigern und auch Sechszigern des 20. Jahrhunderts Erdbeben gegeben hat, welche viele Gebäude bis auf die Grundmauern verfallen ließ, andere jedoch nur zum Teil zerstörte. Insgesamt hat sich die Natur dennoch ihren Platz zurückgeholt, was diese schöne Gegend hier nicht weniger attraktiv macht. Auch die Tatsache, dass hier nicht gleich irgend ein deutscher Kasper Zäune drum baut und 15 Euro Eintritt verlangt oder, dass da manche Mauern ohne Stütze jeden Moment einstürzen können und man trotzdem nicht absperrt, unterscheidet solche Länder längst schon vom spießigen Image der Bananenrepublik. Ich hab’s genossen und auf dem Weg nach unten habe ich natürlich noch den Touri raushängen lassen. Für die Liebste daheim und für die Schwiegermutter muss es doch natürlich auch noch etwas als Mitbringsel sein. Und nein, man umzingelte uns nicht und schwatzte uns die jeder Zeit wahrscheinlich original hergestellten Klamotten aus Albanien auf, sondern man war irgendwo stolz, dass Auswärtige sich für ihre Kultur interessieren. Doch neben der Schönheit der Gegend gab es natürlich auch hier die Kehrseite. Straßenhunde, Bettler und nach unserer Ankunft, per Taxi an der Südlichen Adria wollte man alles tun, aber sicherlich nicht barfuß über den Strand laufen. Und dennoch enterten wir am Strand ein Restaurant wo es nicht nur lecker schmeckte, sondern auch das Ambiente in Erinnerung ruft wo man eigentlich ist. Eine alte Dame steht minutenlang an unserem Tisch, bettelt so lang bis der Kellner mit einer Tüte Brot hinaus kam und erst dann uns bediente. Traurige Realität in einem Land was sicherlich viel zu bieten hat, man aber einfach nicht die Mittel besitzt es rüberzubringen. Und die größte Schande dabei ist, die deutsche Politik trägt daran eine Hauptschuld! Wie dem auch sei, ich habe es trotzdem genossen und als man glücklich und gesättigt war gings wieder Richtung Bahnhof. Das Ticket für die Rückfahrt hatten wir ja schon, etwas eingekauft haben wir auch noch und wo wir gerade einmal bei echten Fälschungen waren, der eine Chinamarkt im Zentrum von Bar hatte nicht nur beste Handtücher sondern auch fantastische Kosmetik *hust* ob die Firmen dabei noch erfunden werden muss man natürlich abwarten. Gegen Ende des Nachmittag sollte dann auch so langsam der Zug eintrudeln, doch bevor das geschah trauten wir unseren Ohren nicht. Schafe kamen auf uns zu und wenn du damit nicht rechnest jagt der Schäfer halt seine Herde über den Bahnhofsvorplatz…und alle dämlichen Touris machen natürlich Fotos, was den Schäfer sichtlich verärgerte. Tut mir leider meiner, aber das ist ne Attraktion. Aber ok, der Schäfer war weg, von Hunden wurde keiner gebissen und der Zug trudelte pünktlich ein um uns nach Podgorica zu bringen. Die Fahrt dort hin war relativ ereignislos und als wir angekommen sind, rebellierte natürlich auch erstmal der Darm vom fantastischen Essen aus Bar. Na ja, das Klo mit Loch im Boden nutze ich lieber nicht. Also dann bitte schnell ein Taxi ran, welches uns zur Unterkunft für die nächsten zwei Tage führte. Gelegen in einem moslemischen Viertel, am Rande einer Moschee. Mit brutal engen Straßen und einem Verkehraufkommen wie auf der B80. Was zur Hölle habe ich gebucht? Nein, Spaß bei Seite, Bombengürtel haben wir keine gesehen. Im Gegenteil. Der Fahrer hielt mitten auf der Straße, verursachte einen Stau und gab uns ganz bequem unsere Koffer. Danach öffnete sich ein Tor und der Besitzer der Apartments empfing uns mit einem Lächeln, zeigte uns unser Zimmer, welches nicht nur nicht den Bildern bei Booking ähnelte, sondern auch schweinekalt war. Na ja, es war ja ne Heizung drin, doch bevor man ins Warme durfte, kam das Omchen von nebenan, anscheinend die Mama des Besitzers und legte uns Hausschuhe hin. Frei nach dem Motto, nicht auf meinem Teppich! Herrlich! Also freundlicherweise die Latschen angezogen und erst einmal niedergelassen, schließlich war der Tag anstrengend genug. Somit hieß es einfach nur raus aus den Klamotten und lang machen. Der Hunger drückte noch ein Abendbrot rein und das sollte es dann auch für diesen Tag gewesen sein. Gute Nacht!...

 

 

 

 

Tag 6.

 

     

….und so erwachte der Tag, es war mehr als schweinekalt in der mit Papierdünnen Wänden ausgestatteten Bude und weil dem halt noch nicht genug ist, bekam die Tour ihren ersten Dämpfer. Der geplante Trip nach Albanien fiel quasi aus, da alle Spiele vom Donnerstag auf Mittwoch gelegt wurden und wir uns nun somit entscheiden mussten was man macht. Von Montenegro rüber fahren und dafür das geplante Spiel in Montenegro sausen lassen? Ich denke es wäre zu knapp gewesen und somit suchte man händeringend nach einer Alternative, welche mit einem Montagsspiel gefunden wurde. Allerdings benötigt man dafür eine 13 stündige Busfahrt und das Selbe auch wieder zurück. Nur um wenigstens in Bulgarien noch Fußball zu sehen, Mazedonien mitzunehmen und anschließend Albanien? Da wurde mir dann doch irgendwie flau im Magen, zumal alles bisher so wunderbar passte und man es sich nicht kaputt machen wollte. Apropos flau im Magen, mein Gourmetbauch hat anscheinend auch nicht so unbedingt vertragen und so langsam kamen zur leichten Erkältung ein paar Bauchschmerzen dazu. Nun gut, wer in solchen Ländern kein Desinfektionsmittel dabei hat, der ist selber Schuld. Aber es ging, das Wetter spielte heute auch noch etwas mit und durch einen Kontakt von Ise mit einem Szenemitglied aus Podgorica, gabs nach einem ausgewogenen Frühstück, bestehend aus halb rohen Hackfleisch, ein paar nette Einblicke in die Begebenheiten hier. Ich meine ok, der Bengel ist 18, kam gerade noch aus der Schule und sprach fließend englisch. Konnte aber heute nicht zum Auswärtsspiel nach Tuzi fahren, da er zum Arzt musste. Na ja, was solls, nach einem netten Gespräch musste er uns erstmal zeigen wie wir dort hinkommen. Denn im Gegensatz zu ihm, stand das Spiel auf unserer Liste und somit der Länderpunkt Montenegros für mich. Also gings zunächst zum Bahnhof, wo uns undurchsichtige Buspläne ehr davon abhielten den Bus zu nehmen. Nein, wozu hat man einen Einheimischen an der Hand, welcher uns bei einem Taxifahrer einen guten Preis aushandeln kann. Touristen werden sicherlich des Öfteren über den Tisch gezogen, froh über diese Strecke und die 6 Euro die er von uns wollte, war er aber allemal. So gings also mit nem schrottigem Golf 3, mit brennender Motorkontrollleuchte, durch ein paar Viertel, die man sicherlich lieber nicht zu Fuß durchqueren möchte. Albanische Slums und Armut wohin man blickte. Streunende Hunde und halb nackte Kinder. Es ist schon krass, dass es auf dieser Welt noch so etwas gibt. Aber wie bereits öfters erwähnt, ich glaube genau deswegen ist man hier. Man möchte die Kehrseite zum deutschen Luxus kennen lernen und tat dies ausgiebig! So waren wir dann auch irgendwann am Ziel, der Motor hielt durch und weil wir ja clever sind, versuchten wir uns mit Händen und Füßen zu verständigen ob er uns denn nach dem Spiel wieder abholen kann. Er hatte offensichtlich verstanden und ich nehme es vorne weg, er stand pünktlich nach dem Spiel tatsächlich da um uns einzusammeln. Somit spart man sich den Fußweg durch die Elendsviertel und kam sogar pünktlich zum Abendbrot in unserem „Stammlokal“ Aber nun gut, eins nach dem anderen, Fußball sollte ja auch noch gespielt werden und somit erlebte man einen weiteren Kulturschock der seines Gleichen sucht…

 

 

14.03.2018 FK Dečić Tuzi - FK Budućnost Podgorica 0:1, Prva Liga

 

 

Stadion Tuško Polje, 381 Zuschauer (etwa 100 Gäste)

 

 

….Kulturschock sicherlich mal wieder deshalb, weil man nicht nur eine unvollendete Tribüne vorfand, aus welcher völlig vergammelte Stahlträger heraus schauten, sondern auch drumherum so etwas wie Sichtschutz gar nicht vorfindet. Auch die Gegengerade ist quasi einfach so hingezimmert und mit ein paar Stahlrohrplätzen versehen. Auf der unvollendeten

Tribüne hat man auch keine Sitzplätze, was die Leute sicherlich nicht davon abhält sich in den Dreck zu setzen. Auch heute gibt’s wieder nur Nüsse und Cola, dafür aber ne schicke Eintrittskarte für 1 Euro. Wohl gemerkt, es handelt sich hier um ein Erstligaspiel und mit Podgorica ist ein Verein zu Gast, der quasi als Einzige eine Szene besitzt. Den herrlichen Gesichtsausdruck des Ordners werde ich dann auch im Gedächtnis behalten als ich ihm ein 2Euro Stück reichte und sagte der Rest ist für dich. Ich denke mal die völlig vergammelten Blechhütten drumherum, bzw. ihre Bewohner, könnten es gut brauchen. Insgesamt ist die Hütte also genau das was man erwartet und auch sportlich war dieser Kick hier mit Abstand das Schlechteste was ich jemals sah. Ich meine mal den Ball laufen lassen? Pässe über 1m Abstand zum Mitspieler die auch ankommen? Eine in irgendeiner Form taktische Vorgabe des Trainers oder ein paar leckere Spielzüge und Seitenwechsel? NICHTS! Es war wirklich extrem grauenhaft! Dabei hat der Donnergott am Himmel schon seinen ersten Blitz zucken lassen, als wolle er uns sagen, hört auf! Doch wie auch immer, ein Ball war dann doch noch drin. Wie das geschah, ich kann es nicht beschreiben. Quasi hat man den Ball über die Linie geschoben. Mit Arsch, Fuß und Kopf. Dies passierte dann auch erst in den letzten Minuten und somit gewann Podgorica diese Ackerschlacht. Ob nun verdient oder nicht. Ich finde keine Worte dafür. Aber wir waren ja nicht die Einzigen, ein weiterer Kollege (Grüße nach Münster) tat sich den Graupel auch an und konnte mit uns gemeinsam etwas Singsang des Gästemobs verfolgen. Leider ohne Zaunfahne und relativ motivationslos plätscherte es so vor sich hin, ehe dann das Tor fiel und man mal etwas lauter wurde. Somit war also auch das ehr in die unterste Schublade einzuordnen und ich war am Ende dann doch froh als es vorbei war und wir Richtung Ausgang laufen konnten. Egal, der Länderpunkt war somit save und das ist ja auch irgendwo ne schöne Sache. So ging es nun zum vorher erwähnten Taxifahrer der gerade eintrudelte und der Kollege aus Münster hatte seine Unterkunft sowieso in Podgorica und plötzlich waren wir zu viert. So gings nach unserer Ankunft am Bahnhof in das Lokal, welches uns des Öfteren schon mit kulinarischen Köstlichkeiten erfreute, was dann sicherlich am Ende dazu führte, dass ich mich nicht nur vollgefressen habe, sondern einen Stau im Darm verursachte. So verabschiedete man sich und es zog uns zu dritt wieder in unsere Unterkunft, wo der Abend dann ja auch nicht mehr all zuuuu lange andauerte. Immerhin hat man am nächsten Tag eine Zugfahrt Richtung Belgrad vor sich, die sich einzig und allein zur Hinfahrt nach Podgorica in unseren Räumlichkeiten unterschieden hat. Denn dieses Mal hatten wir keine Betten, sondern ein Abteil mit Sitzen. Die Tickets waren ja auch schon gesichert und bevor ich mir auch in dieser letzten Nacht hier die Hoden abfriere, stellte ich die Heizung etwas höher. Es passte sicherlich nicht jedem, aber ich merkte bereits wie ich kränkelte und in solchen Regionen verzichte ich dann doch noch irgendwie eine Apotheke aufzusuchen. Zumal wie ja die gute Fee dabei hatten, samt ihren kompletten Arzeneikoffer :-D…

 

 

 

Tag 7.

 

 

…dieser war am nächsten Morgen auch verdammt nötig, auch wenn er die Wirkung umkehrte. Aber egal, wir hatten eine lange Zugfahrt vor uns, auf der man sich schließlich auch schlafen legen kann. So ging es am frühen Morgen natürlich noch einmal zum Frühstück, auch wenn ich dabei sicherlich nichts runter bekam. Ich habe mir trotzdem in einem kleinen Kiosk etwas zum eindecken besorgt, verhungern will ja nun auch keiner :P Also noch rasch speisen, alle haben das Klo benutzt und auf ging es zum Zug Richtung Belgrad. So haben wir uns gleich ein komplettes Abteil für uns gesichert, in dem wir zum Schluss aber nicht mehr allein sein sollten. Nun ja, auch andere fahren sicherlich Zug in Montenegro, nach einer gewissen Zeit jedoch verabschiedete sich der Herr in der Sportjacke wieder. Das führte natürlich dazu, dass wir alles sechs Sitze umgeklappt haben und eine gigantische Liegewiese entstand. So konnte ich für die nächsten Stunden die Augen schließen und wurde erst an der Grenze wieder sehr freundlich darum gebeten meinen Pass zu zeigen. Alles kein Problem, dachten wir, denn als es an der serbischen Grenze erneut zur Kontrolle kam, konnte man bereits die Denkblasen über dem Kopf des Grenzpolizisten sehen. Warum gammeln die drei Bekloppten hier auf den Sitzen und vielleicht haben sie ja Drogen dabei. Denn Kollegin Ise muss sich spritzen, was dem vorher genannten Typ in der Sportjacke wohl bitter aufgestoßen zu sein schien und entweder wars eine Routinekontrolle oder der Typ hat uns tatsächlich bei der Grenzerbande angezeigt. Somit also Koffer auf, das Insulin und all der andere Kram wurde trotzdem nicht gefunden, nur für meine Flasche Olivenöl aus Bar hatte der Typ eine etwas längere Interesse. Wie dem auch sei, gefunden wurde nichts und als wir unser Zeug wieder verstaut haben rollte der Zug auch weiter. Aber halt, wir hatten unsere Pässe noch gar nicht wieder und als man den Schaffner darauf ansprach hatte er nix besseres zutun als zu seinem Gott zu beten. Hä?? So haben wir uns bereits damit abgefunden nach unserer Ankunft in Belgrad zur Botschaft zu marschieren, ja bis dann ein grinsender Cop angelatscht kam und unsere Pässe in den Händen trug. Soll das lustig sein? Oder warum zieht man sich in einem Abteil weiter Frauenmagazine rein? Na ja, diese Krise wurde dann aber auch gemeistert und irgendwann erreichten wir dann einen Vorort von Belgrad. Der Zug sollte nur bis hier hin fahren, fuhr dann aber doch weiter. So hieß es erst aussteigen, nur um dann wieder einzusteigen. Aha, na ja. Belgrad wurde also erreicht und weil uns unser letzter Aufenthalt im Hostel Nähe Bahnhof Spaß machte, buchten wir es halt noch einmal, was bei der netten Dame am Empfang schon irgendwie für Gelächter sorgte. So hieß es erst einmal einchecken, kurz pausieren und dann noch mal in die Stadt. Schließlich mussten wir uns für den nächsten Tag noch mal eindecken und was zu futtern sollte es ja auch noch mal sein. So richtig Bock aber jetzt noch Stunden in der Stadt zu verbringen hatten wir dann aber doch nicht und wir mussten ohnehin noch mal zum Busbahnhof. Hier sicherten wir uns Tickets für den nächsten Morgen. Für einen Bus der uns nach Sofia bringen sollte. Denn Bulgarien war das nächste Land auf unserer Tour was bereist wird und ich sage mal so, nicht nur ein erneuter Länderpunkt sprang dabei heraus, sondern auch eine Perle an Stadion, ein geiles Derby und wettertechnisch war von Sonne bis Schnee auch alles dabei. Also gings zunächst wieder ins Hostel, mein Wanzt bereitete mir eh Schwierigkeiten und somit fällt es einem ja auch leichter sofort einzuschlafen…

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