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ich kam doch tatsächlich mal auf die Idee meine Erlebnisse in Sachen Fussball und Groundhopping auf einer Seite niederzuschreiben, den best möglichen Spaß also!!

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Ein Balkantagebuch Teil 5

Tag 10.

 

 

Der Tag brach dann an und zur Gruppe sollte sich noch Kollege David aus Halle gesellen, welcher gestern die Maschine nach Sofia nahm und freundlicherweise auch schon Tickets besorgt hatte. Guter Mann! So hat man die Bude verlassen und ist in den strömenden Regen hinausgelaufen. Unglaublich, gestern noch Hitze und heute das. Und da soll einer gesund bleiben…Nun ja, telefonisch hat man sich einen Treffpunkt ausgemacht und eines ist ja wohl klar, bloß nicht besonders auffallen. Denn es ist Derby in Sofia! Der Hass war wohl lange nicht so groß zwischen dem Armeeclub von CSKA und dem hochgezüchteten und mehrfachen Meister von Levski. Die genauen Hintergründe dazu kann ein normal denkender Mensch eh nicht begreifen, die Graffitis überall und dieses Prickeln in der Luft sind aber schon der Anfang. Man hat hier in diesen Szenen auch einen unheimlichen Nationalstolz, das zeigen eindrucksvoll die Wandgemälde und von mir aus auch die krass übertriebenen Parolen auf Aufklebern und Shirts. Schon heftig wenn man gesagt bekommt da gibt es einen offiziellen Fanshop der Klamotten mit SS Totenköpfen und rassistischen Motiven verkauft. Ich denke also da muss man sich mal selbst ein Bild machen. Nun ja, überall in der Stadt waren Wasserwerfer, in jeder zweiten Kneipe saßen Module so hoch wie breit und wir hatten zwar Kenntnis vom Ort des Fanmarsches der CSKA Szene zum Stadion, hingekommen sind wir allerdings nicht, was vielleicht auch ganz gut für unsere Gesundheit war. So haben wir halt noch etwas den Touri raushängen lassen um nicht ganz so aufzufallen, trafen uns in der Stadt und liefen einfach einen nicht ganz so auffälligen Weg durch den Park vorm Stadion. Schon dort gab es bereits Kontrollen durch Cops und Kollege David durfte gleich mal seinen Regenschirm abgeben. Na nur gut, wir haben Plätze unterm Dach…

 

 

 

18.03.2018 CSKA Sofia - Levski Sofia 1914 1:0, Parva Liga

 

 

Stadion Vasil Levski, 16500 Zuschauer (um die 6000 „Gäste“)

 

 

…die Tickets wurden wie gesagt schon besorgt und somit mussten wir uns nicht noch ewig in den Regen stellen. Es ging gut 40min vor dem Anpfiff also Richtung Eingang, wo man natürlich schon die ersten Kollegen und auch Pisser antrafen. Letzteres deshalb, weil man sich doch tatsächlich selbst hier mit nem scheiß Presseausweis ins Stadion schmuggelt. Nur um Eintritt zu sparen und sich später einen auf seine Fotos aus dem Innenraum abzuwichsen. Bei einem Spiel wo das Stadion nicht ansatzweise ausverkauft ist und die Preise ja nun auch nicht gerade astronomisch sind. Ach ich verachte euch einfach! Egal, soll jeder sein Scheiß machen, wir sind jedenfalls mit Ticket und auf normalem Weg rein und kaum sind wir drin kam auch schon die erste Leuchtspur aus dem Levskiblock in Richtung Tribüne geflogen. Nicht schlecht. Bei dem Regen wollte dann aber keiner so richtig auf seine Nummer schauen und man kann eigentlich auch froh sein, dass das Ding hier überhaupt angepfiffen wurde. Bereits jetzt war das hier eine Wasserschlacht und es machten sich gerade mal die Spieler warm. Nun ja, ich denke, hätte man hier abgesagt, hätte der Baum gebrannt! Daher hat man es durchgewunken und erhellt hat die Stimmung auf der nasskalten Tribüne eindeutig eine Gruppe aus England. Einer brüllte aller zwei Sekunden Jesus und ein anderer dürfte der Mann des Tages sein. Schließlich tauchte der Kerl mit nem aufblasbaren Riesenpimmel auf uns sorgte für ganz großes Gelächter. Die Tatsache, dass am Schluss sogar ein Spieler mit dem Teil inkl. Levski Schal posierte hätte in Deutschland schon wieder zu Strafen vor dem Sportgericht wegen Unsportlichkeit geführt. Muschis! Nein der Typ war genial, und da man ja quasi auf der Heimseite saß/stand, musste man sich anpassen und klatschte brav mit, während auf dem Rasen die brutale Schlammschlacht ihren Anfang nahm. An richtigen Fußball war dabei natürlich nicht zu denken. Es waren weder Pässe noch vernünftige Dribblings möglich. Selbst Bälle über zwei Meter blieben in irgendeiner Pfütze stecken und wieder kam dieser Vergleich in meinem Kopf hoch, dass das Ding hier nirgendwo auch nur ansatzweise angepfiffen worden währe. Außer hier und heute. Doch Pustekuchen, es wurde gespielt und ja, am Ende des Spiels ist dann doch einer reingerutscht und das Stadion tobte. Ein kompletter Zaun ging fast zu Bruch, auf der Gegengerade bewegte sich ein großer Mob in Richtung Heimkurve und plötzlich bekam ich drei Küsse auf die Wange von nem Fremden der mich in den Arm nahm. Herrlich! Schließlich ist dieser sieg gegen den Todfeind überwichtig und das merkte man auch auf den Rängen. CSKA mit ihren beiden Hauptgruppenüberzeugte mich persönlich dabei mehr. Mit einer Choreo auf der ein Damebrett zu sehen war und links und rechts davon rot-weiße Zettel. Hmmm erinnert doch ziemlich stark an eine Choreo von Halle :P auch rauchte es erst gewaltig und später kamen noch ein paar Fackeln dazu. Es war quasi der komplette Hintertorbereich mit eingebunden und von der Lautstärke braucht man gar nicht erst anfangen. Starker Auftritt, auch wenn mir später wieder viele sagten, dass dieses Derby ehr Mittelmaß hatte. Nun ja, Levski trug zwar gesangstechnisch viel dazu bei, aber optisch ehr weniger. Zwar gabs eine kleine Aktion mit Schnipseln und später mit verschiedenen Bannern, vermisst habe ich aber den Schwefelgeruch im blauen Block. Bis auf ein kleines Rauchwölkchen kam dort nichts an und es war eigentlich auch schade, dass sich viele auf der Gegengeraden tummelten, statt mit in den Hintertorbereich zu gehen. Und dennoch, selbst mit kleineren Kanten war dieser auftritt noch stärker als das was man in dutzenden anderen Stadien zu sehen bekommt. Für mich wars trotzdem Gänsehaut pur und wenn dir im Spiel viermal ne Leuchtspur um die Ohren fliegt und sich neben dir plötzlich schwer gepanzerte Bullen platzieren dann fängst du auch mal an zittrige Hände zu kriegen. Hat auf jeden Fall Freude bereitet, ganz egal was andere sagen oder behaupten. Ich denke man ist einfach verwöhnt. Kommt eben davon wenn man nur Events besucht, statt auch mal aufs Dorf zu fahren hehe. Nein Spaß bei Seite, war schon cool und auch die Leidenschaft mal zu sehen, wie nach dem Spiel und dem gleichbedeutenden Sieg Fans und Spieler gemeinsam feiern während die Gäste geradewegs das Stadion verließen ist schon krass zu sehen. Ich hätte mir da zwar auch etwas mehr Aktion gewünscht, aber gebracht hätte es bei der halben Armee an Cops ohnehin nichts, außer negative Schlagzeilen. Dasselbe Spiel gibt’s wenig später im Pokal eh noch mal, wer weiß wie es da ausgeht. Somit verfolgten wir noch etwas das Spektakel, passiert ist aber nichts mehr. Bis auf ein paar pöbelnde Zaungäste gab es erstaunlich wenige Versuche der jeweils anderen Seite in irgendeiner Form wehzutun. Daher dürfte es wohl ein ehr ruhiges Derby gewesen sein, denn auch auf den Straßen im Umfeld war alles erstaunlich entspannt. Na ja, soll mir recht sein, so gibt’s wenigstens keinen Fasching mit Kontrollen oder Absperrungen und wir können uns noch gemütlich in ein Restaurant setzen um erstmal vernünftig zu speisen. Denn nach dem es meinem Magen wieder gut geht und er drei bis vier Tage völlige Leere erlitt, hatte ich dann schon irgendwie Bock auf was Deftiges. Zwar musste ich es zurückgeben, weil man mal wieder nichts davon verstand Fleisch richtig durchzubraten, aber die nette Saftschuppse nahm es gelassen. Dafür hatte ich noch nen Tee zur Beruhigung und alles war gut. Als dann alle gesättigt waren hieß es noch in einen Supermarkt gehen und richtig schön asi auf ner Bahnhofsbank die Büchse Bier vernichten, während man sich Geschichten erzählt. Na wenn das nix ist! Ich denke dieses Bild ist hier auch recht normal, daher ließen uns die Sicherheitsbeamten und Lokführer auch links liegen. Frei nach dem Motto, Hauptsache keiner pisst in die Ecke :-D. Doch als es dann langsam temperaturmäßig anzog und das Bier alle war, verabschiedete man den Kollegen in sein Hotel und wir marschierten in unseres um zu beraten wie wir nun fortfahren. Das Ende vom Lied war dann das, dass keiner so richtig Bock hatte 13 Stunde im Bus auf blauen Dunst nach Albanien zu fahren, wegen einem Spiel wo wohlmöglich keine Zuschauer rein dürften und dann den ganzen Weg wieder zurück. Das zum Montag zur besten Zeit, während man ja auch Alternativen hätte. Nein, ich denke es hätte die Kasse gesprengt und meine Nerven obendrein. Daher entschieden wir uns den Aufenthalt bis zum Dienstag zu verlängern und weil’s so schön war besuchte man am nächsten Tag zum dritten Mal das Vasil Levski Stadion…

 

 

 

Tag 11.

 

 

Denn auch Slavia Sofia muss in dieses Stadion ausweichen, obwohl mein ein Eigenes besitzt. Eigentlich recht schade, denn dadurch gingen uns ein paar Grounds durch die Lappen. Aber wenn man sieht, dass man selbst im Pokal gegen unterklassige Gegner hier her muss, dann frage ich mich wirklich was bei den Verbandsobrigen nicht ganz richtig im Kopf läuft. Nun ja, halt noch ein drittes Mal, die Unterkunft war verlängert und wir hatten ein Dach über dem Kopf und nach einem kleinen Frühstück ging es zunächst einmal in den Fanshop den Kollege David so schön beschrieb. Also den üblichen Weg wieder Richtung U-Bahn und ab zum Stadion, wo man dieses Mal einen anderen Weg einschlug und am Fanhaus von CSKA vorbeikam. Dort vor der Tür steht ein Baum der mit vielen blauen Schals geschmückt war und der Fanshop nebenan war beschmückt mit Aufklebern voller Hakenkreuze. Echt unfassbar. Auch die Graffitis hätte ich liebend gern aus der Nähe betrachtet, aber wer weiß was hier alles so rumgeistert. Also rein in den Shop, wo keine Module wie am Vortag drin standen, sondern zwei nette Damen. Na ein Glück keine finsteren Blicke, aber schon geil was man hier für ein Sortiment hat. Da musste es natürlich eine Wintermütze für meine Sammlung sein und weil ich gerade mal da war nahm ich gleich noch einen Kapu mit. So stehe ich bei meinem nächsten Stadionbesuch hier vielleicht auf der sicheren Seite wenn ich diesen anziehen kann :-D Schon recht beeindruckend hier, auch das das Traingsgelände der Spieler vollkommen mit Graffitis der Ultras und Hools übersäht ist. Es sind und bleiben andere Sitten! Aber nun gut, wir haben alles verstaut und so sollte der nächste Anlauf der Zoo sein. Denn wir sind ja alle Tierlieb, ich gehe gerne mal in solche Parks, doch was man hier zu sehen bekam ließ mir die Tränen kullern. Noch nie und ich meine noch nie habe ich einen solch verwahrlosten Zoo gesehen! Nicht artgerecht, völlig marode und durch den Regenguss am Vortag watscheln Rotwild und Schweine durch tiefes Wasser und Schlamm. Krass war auch, dass uns am liebsten eine Wildschweinherde angegriffen hätte, während man in einem Elefantenhaus nichts weiter als Ammoniak roch und die Tiere nicht mal vernünftiges Wasser zum baden haben. Auch ein Flusspferd stand auf dem Trockenen und ein Geiergehege sollte man vielleicht auch mal höher als 10m bauen. Am liebsten hätte ich sie alle freigelassen, selbst Wölfe zu dritt in einem Käfig zu sperren und Wildhunde mit offenen Wunden zu sehen lässt mein Herz bluten. Länger konnte ich’s mir nicht mehr antun und so sind wir lieber gegangen um zur Mittagsstunde noch schnell was Leckeres für den Magen einzuschieben eh man dann irgendwann Richtung Stadion machte. Hier angekommen dasselbe Prozedere wie Freitag, kein Schwein da und die Karten saubillig. Und eigentlich war es krass, das nach dieser Schlacht gestern überhaupt noch gespielt wird heute. Der Rasen muss in einem furchtbarem Zustand sein und auch die Ränge hat man erstaunlich schnell sauber bekommen…    

 

 

19.03.2018 Slavia Sofia 1913 - OFK Pirin Blagoevgrad 3:1, Parva Liga

 

 

Stadion Vasil Levski, 83 Zuschauer (16 Gäste)

 

 

…nein, es war alles sauber, wieder war die Hütte leer, allerdings besitzt Slavia ja eine kleine Szene und auch ein paar Gäste hatte man im wieder einsetzenden Regen stehen lassen. So begann der recht ordentliche Kick und es war dann doch ein recht ansehnliches Spielchen, wobei man sofort denkt, da haben die Trenagen aber gute Arbeit geleistet. Andere Plätze wären jetzt eine Seelandschaft. Nein, alles gut, der Ball rollte sogar auf dem Rasen und Slavia war zu jeder Zeit überlegen. Man zog mit 3:0 davon und überließ den Gästen noch das Ehrentor. Insgesamt ohne viele Fouls und Aufregung kann man es bei diesen paar Sätzen belassen. Nun ja, ein paar Worte könnte man vielleicht noch über die Fans verlieren. Eine kleine Gruppe Einheimischer verschanzte sich unter dem Dach, hielt ein paar Zaunfahnen in den Händen statt sie anzubringen und brachte etwas Singsang unters Volk. Die paar Gäste unter ihren Regenschirmen beließen es bei einem kurzen Zwischenruf, ich denke man war ehr damit beschäftig nicht krank zu werden als rumzuhampeln. Somit war hier schon mal mehr los als noch am Freitag, aber ich halte es weiterhin für irrsinnig solche Spiele in diesem Stadion auszutragen. Da braucht man auch keine Rosabrille. Viel mehr kann und will ich dazu aber auch nicht sagen und belasse dann auch dabei. Nach Abpfiff gings mal wieder in den Regen, der dann später zu leichtem Schnee wurde und ab in die Unterkunft wo wir den Abend ausklingen ließen. Ich denke so können sich alle mal etwas entspannen und da wir ja bis Dienstag hier bleiben währen wir ja nicht wir wenn man da nicht noch einen Kick gefunden hätte.

 

 

Tag 12.

 

 

Das Spiel der Begierde war ein Jugendspiel von Levski im heimischen Stadion. Dachte man. Nein, es war nur der Nebenplatz, aber auch der hat ein paar Plätze zu verzeichnen und wenn wir einmal hier sind dann wird das auch genutzt. Alles muss gemacht werden und schwieriger war es für uns rauszubekommen wie wir denn mit der Tram dort raus kommen. Es gibt zwar Haltestellen, aber einen vernünftigen Anschluss fand man nicht gerade. Zudem haben wir gedacht, dass es quasi nur eine Tram und einen Bus gibt, bedachten dabei aber nicht, dass man ja noch diese Elektrobusse besitzt. Schön. Das führte dann dazu, dass man mit einer Straßenbahn quasi einmal den kompletten Weg fuhr und das für die Katz. Na ja, so eine Stadtbesichtigung hat auch mal was schönes, aber wir wollten ja zum Sportplatz. Also gaben wir irgendwann auf und griffen aufs übliche Mittel zurück, einem Taxi. Am Ende waren wir alle froh so entschieden zu haben, denn der weg war dann doch noch eine ordentliche Entfernung. Nebenbei erwähnt war es dann erstaunlich, dass wir doch tatsächlich nach Fahrkarten kontrolliert wurden. Wer weiß wer uns da schon wieder verpfiffen hat :-D Nein, im Taxi fühlte ich mich dann wohler und als man sämtliche Baustellen passierte, kamen wir auch am Stadion von Levski an. Auch die Schüssel ist schon recht hübsch und muss auf jeden Fall noch besucht werden, unser Augenmerk liegt heute aber auf dem Spielchen nebenan…

 

 

20.03.2018 Levski Sofia 1914 U18 - PFC Septemvri Sofia U18 1:1, U18-Cup

 

 

Pomoschtnoto igrischte na Stadion Georgi Asparuchow, 53 Zuschauer (8 Gäste)

 

 

…nämlich den Kunstrasen, der auf einer Seite neun völlig vergammelte Reihen mit Sitzbänken aufweist und so wirkt als hätte man den Hinterhof hier so lange vergrößert bis der Platz hier rein passt. Überall Müll und Schrott und wer in den Eingang will sollte etwas sportlicher sein, denn die Eingangsstufe ist nichts für ältere Herrschaften. Ich liebe es einfach irgendwie! Zumindest gibt’s ne Kneipe nebenan die sogar ne funktionierende Toilette besitzt und hinter einem Tor kann man auch den Weg Richtung Gegengerade gehen. Also ich sage mal, nicht der schlechteste Billigplatz und da nun so langsam mal wieder die Sonne scheint wüsste ich nix Besseres was man zum Dienstag und damit den letzten Tag in Sofia machen

könnte. Sportlich wars dann auch ein recht vernünftiger Kick, wobei Levski einfach seine Chancen nicht nutzte. Man führte zwar gegen Ende der ersten Hälfte mit 1:0 doch lud den Gegner tatsächlich zum Ausgleich ein. Dann schadete man sich auch noch selbst als man durch eine dumme Aktion einen Platzverweis kassierte und der Trainer darauf hin völlig ausrastete und seinen Spieler direkt nach Hause schickte. So blieb es in der zweiten Hälfte zwar ein einseitiger Kick, doch Tore sprangen nicht dabei heraus. Aber es bleibt ja auch noch ein Rückspiel, da spielen wieder 11 gegen 11 und wer weiß ob es da nicht besser macht. Ich denke nur der starke Nachwuchs von Levski hat dabei was zu verlieren und eigentlich könnte es mir auch egal sein. Somit ist auch dieser Platz abgehakt und so haben wir auch an diesem Tage noch ein Spielchen angreifen können. Nun ging es per herangewunkenen Taxi zum Bahnhof, wo wir noch gemütlich speisten und die Zeit totschlagen mussten. Denn am Abend sollte uns ja ein Bus weiter Richtung Skopje bringen. Das Gepäck hatten wir morgens ja nun schon im Bahnhof verstaut und auch die Tickets waren bereits gesichert. Lustig werden würde es sicherlich trotzdem, denn es ist gerade einmal Platz für 17 Leute! Sprich wir fahren per Kleintransporter bis nach Mazedonien, wie geil ist das denn! So rollte die Bude auch irgendwann ein und man glaubt es kaum, aber die Bude hatte wenigstens nen Kofferraum :-D Na ja, besser als überhaupt nichts sage ich mal und schließlich wollen wir ja noch irgendwann ankommen in der

Mazedonischen Hauptstadt an der Vardar. Dass wir dann aber so nen krassen Typen am Steuer geraten sind, also ich war froh die Fahrt über die Berge geschlafen zu haben, dann hätte ich den Tod schleichend und schlummernd erlebt. Es ging also los und zunächst ballerte es uns Metalmusik um die Ohren. Sehr geil, dann aber bemerkte man, der Kerl fährt eigentlich nur auf der linken Spur. Auf glatten Straßen und mit seiner Alten telefonierend. Dass wir dann gut eine Stunde früher an der Grenze ankamen verwunderte hier niemanden. An der Grenze zog sich dann alles etwas hin, denn wir hatten einen Iraner an Bord. Nun gut, man kann in der heutigen Zeit nicht vorsichtig genug sein, aber böse absichten in einer solchen Region hat sicherlich keiner. Daher war es dann auch den Grenzbeamten zu dumm und ich hatte meinen nächsten Stempel leider nicht bekommen. Nun ja, wir waren trotzdem in Mazedonien und nach einer Weile erreichten wir dann auch Skopje. Als wir den Bus verließen und ein Stück liefen war man dann aber auch ganz schnell verwundert. Über Sauberkeit und auch die Bilder die uns unser gebuchtes Hotel versprachen sahen ehr aus wie in Katar und nicht wie man es hier glaubt. So hieß es noch schnell Geld wechseln und ein Taxi Richtung Hotel nehmen. Ein netter Fahrer der gut englisch und auch etwas deutsch sprach. Hat uns gleich seine Karte da gelassen und als wir bezahlen sollten konnte er mein Geld nicht wechseln. Da war der Tausender wohl doch zu viel des guten und er schenkte uns die Fahrt. Top! Somit hieß es erst einmal das Hotel betreten und ich dachte echt ich bin im falschen Film. Voll klimatisiert, sauber, modern, gemütliche Betten, TV und ein Ausblick direkt auf die Festung Kale. Ob wir da den Rest des abends im Zimmer verbringen? Also ich jedenfalls nicht und somit hieß es nach kurzer Entspannung schon mal etwas in die Stadt zu schnuppern. Ich muss sagen es ist beeindruckend. Klar, mich verfolgte ein Straßenhund bis hin in die Altstadt und natürlich wurde man auch angebettelt, aber Denkmäler, wunderschöne Brücken und Gebäude, Straßenkünstler und riesige Brunnen überwogen das Gesamtbild. Klar, man sollte sich nicht täuschen lassen, man befindet sich in Mazedonien und auch hier wird es genug Elend sehen. Daher hat uns die kleine Touritour gereicht und wir sind zunächst ins Hotel zurück um mal richtig auszuschlafen. Die geniale Dusche musste ich natürlich auch gleich nutzen und in der Glotze gabs ja auch noch deutsche Sender. Also alles prima, so stell ich mir das vor.

Bild könnte enthalten: Himmel, Wolken und im Freien

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